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14.08.2016

DuoSkin: Gadgets können über Tattoo gesteuert werden

Ein Forschungsprojekt des MIT Media Lab und Microsoft macht Tattoos smart. Diese können dank Blattgold-Beschichtung auch als Fernsteuerung oder Display eingesetzt werden.

Das MIT Media Lab hat gemeinsam mit Microsoft ein Verfahren entwickelt, mit dem (abnehmbare) High-Tech-Tattoos hergestellt werden können. Diese können einerseits zur Steuerung von anderen Geräten, aber auch als Display-Ersatz verwendet werden. Wenn sie zur Steuerung Einsatz finden, können sie beispielsweise als Trackpad, Taste oder stufenloser Regler eingesetzt werden.

Das Material kann auch seine Farben ändern, beispielsweise wenn sich die Körpertemperatur verändert. Das wird beispielsweise bei einem Rosen-Tattoo genutzt, das seine Farbe ändert, wenn sich die Körpertemperatur maßgeblich erhöht. Zudem kann auch NFC verbaut werden, sodass Daten drahtlos übertragen werden können.

Relativ einfach herstellbar

Dazu setzen die Forscher auf eine Kombination aus Blattgold, Klebetattoo-Papier sowie Mikrochips, die Funktionen wie NFC nachrüsten und die Kommunikation mit den Gadgets abwickeln. Das Tattoo selbst ist ähnlich simpel wie herkömmliche Fashion-Tattoos herzustellen, im Idealfall mit einem Plotter.

Das Verfahren wird im Rahmen der Forschungsarbeit ausführlich beschrieben und kann auch zuhause angewendet werden. Cindy Hsin-Liu Kao, einer der Autorinnen der Arbeit, hofft, dass derartige Tattoos zum Standard werden, da diese deutlich ästhetischer als viele andere Gadgets seien, die ähnliche Funktionen erfüllen.