Social Media Scanner ESET

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Social Media Scanner
10/16/2013

ESET veröffentlicht Virenscanner für Facebook und Twitter

Antivirenhersteller ESET hat eine zweite Version seines Social Media Scanners veröffentlicht. Das Gratis-Tool prüft nun neben Facebook auch den eigenen Twitter-Stream.

von Martin Stepanek

Der slowakische Antivirenhersteller ESET hat am Mittwoch eine überarbeitete Version des Social Media Scanners veröffentlicht. Das bisher als Gratis-Facebook-App konzipierte Tool scannt das eigene Profil und die Beiträge von Freunden auf verdächtige Links und die lästige Spam-Postings, die sich ohne Wissen des Users beim Draufklicken über das eigene Profil weiterverbreiten. ESET bietet das Tool weiterhin als Facebook-App an, über eine neu gestaltete Übersichtsseite kann der Social Media Scanner nun aber nach dem gleichen Prinzip auch für Twitter eingerichtet werden.

Malware auf Twitter und Facebook

Das Einrichten ist denkbar ein, es muss wie man es von anderen Drittherstellern und etwa Twitter-Apps kennt, Zugriff auf das eigene Profil gewährt werden. Danach kann man automatische oder manuelle Scans des eigenen Twitter- oder Facebook-Streams in Gang setzen. Werden verdächtige Links zu schadhaften Seiten oder Malware-Programmen entdeckt, bekommt der User auf der Übersichts-Seite eine Benachrichtigung. Alternativ kann man sich auch per E-Mail über gefundene Bedrohungen benachrichtigen lassen.

Wie Produkt-Manager Peter Sviercik im Gespräch mit der futurezone erklärt, funktioniert der Scan auch, wenn man nicht online oder auf einem Gerät aktiv eingeloggt ist. In diesem Fall kann man etwa per E-Mail eine Nachricht bekommen, dass ein befreundeter Social-Media-Kontakt Malware gepostet hat. Zwar kann man dem Scanner erlauben, selber Postings im Namen des Users abzusetzen, die normale Vorgehensweise sei aber, dass der User nach Kenntnisnahme der Bedrohung persönlich den befreundeten Facebook- oder Twitter-Kontakt darauf aufmerksam mache.

Gratis-Angebot mit Eigennutzen

Mit dem Gratis-Scanner, der auch prominent in den kostenpflichtigen Antiviren-Lösungen von ESET aufscheint und seinerseits ebenfalls auf diese hinweist, will ESET User in sozialen Medien besser schützen, zumal sich gerade hinter Kurz-URLs oft Links zu Malware-verseuchten Seiten befinden. Neben der Malware-Erkennung listet der Scanner auch Privatsphäre-Einstellungen wie die Datenfreigabe für Dritt-Apps übersichtlich auf und visualisiert etwa den Privatheitsgrad im eigenen Profil. ESET zufolge wurde allein der Social Media Scanner für Facebook bisher über 250.000 mal installiert.