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Licht
08/09/2012

EU: Online-Händler umgehen Glühbirnen-Verbot

Die 100-Watt-Glühbirne ist seit drei Jahren offiziell nicht mehr am Markt, die 60-Watt-Birne seit etwa einem Jahr nicht mehr. Doch Online-Händler unterlaufen das Verbot, das von der EU zur Senkung des Stromverbrauchs auferlegt wurde, indem sie Schlupflöcher im Gesetz ausnutzen.

Wie Ö1 berichtet, nutzen vor allem Online-Shops Schlupflöcher im Paragrafendschungel, um trotzdem die eigentlich verbotenen Glühbirnen zu verkaufen. Die EU wollte mit der Verordnung den Stromfressern den Garaus machen. Weil die Energiesparlampe aber nicht sonderlich beliebt ist, suchen immer noch viele Kunden nach Glühbirnen-Nachschub im Internet.

Online-Händler betreiben dabei einfach Etikettenschwindel. Denn  zwar dürfen 60- und 100-Watt-Birnen nicht mehr verkauft werden (ab 1. September ist auch die 40-Watt-Birne verboten), sehr wohl aber Speziallampen. Dazu gehören Grubenleuchten oder Tunnellampen, die sich trotz ihres Spezialeinsatzgebiets auch zu Hause in die alten Fassungen schrauben lassen.

Die EU hatte eigentlich Ausnahmeregelungen für die Industrie aufgestellt - das diese seit längerem ausgenutzt werden, um Privatkonsumenten die begehrten leuchten zu verkaufen, dürfte Brüssel überrascht haben.

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