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18.05.2013

Firefox 22 erlaubt Telefonie und Filesharing

Mit der Veröffentlichung der Beta-Version von Firefox 22 hat Mozilla den bereits in Teilen integrierten Standard WebRTC vollständig implementiert und per Voreinstellung aktiviert. Neben dem Zugriff auf Kamera- und Mikrophonfunktionen aus dem Browser kann Firefox nun auch für Internet-Videotelefonie und direktes Filesharing zwischen User verwendet werden.

Die WebRTC-Komponente getUserMedia war bereits in

integriert worden und erlaubt Entwicklern, für Webapplikationen auf Kamera und Mikrofon des verwendeten Geräts zuzugreifen. Über dieneuen KomponentenPeerConnection und DataChannel werden Audio- und Videoanrufe direkt aus dem Browser heraus möglich. Darüber hinaus können Daten nach einem Peer-to-peer-Prinzip direkt zwischen Usern ausgetauscht werden, wenn die Applikation dies unterstützt. Da auch Google bei Chrome auf WebRTC setzt, kann die Echtzeitkommunikation auch browserübergreifend stattfinden.

Cookie-Funktion verschoben
Noch nicht umgesetzt in Firefox 22 ist Mozillas Überlegung, Cookies von Dritten standardmäßig zu ignorieren und so zu verhindern, dass das User-Surfverhalten von Werbefirmen und Marketing-Analysetools aufgezeichnet wird. Ein bereits existierender Patch sieht vor, dass nur Cookies zugelassen werden, wenn der User die betreffende Seite auch tatsächlich besucht hat. Will die Webseite im Hintergrund zusätzliche Cookies (etwa von Werbefirmen) setzen, ohne dass diese Seiten jemals besucht wurden, soll Firefox dies in Zukunft verhindern. Schon jetzt ist dieser Vorgang gängige Praxis bei Apples Safari.

In einem Blogpost erklärte Mozilla, dass man die Funktion und das Konzept dahinter noch eingehender testen wolle, bevor es implementiert werde. Denn nicht immer funktioniere die einfache Regel mit den besuchten Seiten. Zum einen würden Firmen immer wieder Cookies verwenden, die vom Domainnamen nicht zusammenpassen würden, in Wahrheit aber aus dem gleichen (vom User aufgerufenen) Netzwerk stammen. Andererseits könne man auch nicht immer davon ausgehen, dass User mit der Tracking-Funktion einverstanden sind, nur weil sie eine Seite auch aktiv aufgerufen haben.

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