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02.09.2016

Geleakter Rüstungsfirmakatalog zeigt Spionage-Mistkübel

Das britische Rüstungsunternehmen Cobham verkaufte Überwachungsequipment, das in alltäglichen Gegenständen versteckt ist, etwa in Mistkübeln oder Vogelhäusern.

Der zunehmende Bedarf von Behörden nach ausgefeilter Überwachungstechnik treibt absurde Blüten: Ein 120-Seiten-Katalog des britischen Rüstungsunternehmens Cobham aus dem Jahr 2014, der The Intercept zugespielt wurde, zeigt in Bildern, welche Alltagsgegenstände mit Überwachungshardware auf Militärniveau - etwa Kameras, die ihre Bilder per Funk übertragen - ausgestattet werden können: Verfügbar sind etwa Mülltonnen, Vogelhäuser, Farbkübel oder Fliegenfallen, wie gizmodo berichtet. Auch Feuerzeuge und Gürtel mit integrierten Mikrofonen werden in dem Katalog, der an US-Behörden geliefert wurde, feilgeboten.

Neben komisch anmutenden Produkten wird aber auch ernstzunehmende Hardware angeboten. Für die Überwachung von Mobilfunknetzen sind zum Beispiel sogenannte IMSI-Catcher verfügbar, mit denen Mobilfunkmasten immitiert und Handykommunikation abgehört werden kann. Datenschützer kritisieren solche Angebote heftig, weil sie auf undifferenzierte Massenüberwachung ausgelegt sind. Cobham hat sich mittlerweile aus dem Überwachungsgeschäft verabschiedet und sein "Surveillance Business an Marlin Equity Partners verkauft.