Produkte
04.10.2017

Google Pixel 2 und Pixel 2 XL offiziell vorgestellt

Neben den neuen Android-Referenzmodellen wurde auch noch das Pixelbook sowie eine Kamera auf Basis von künstlicher Intelligenz präsentiert.

Die Leaks haben sich bestätigt, Google hat die zweite Generation seiner hauseigenen Pixel-Phones präsentiert. Wie schon die Vorgänger kommen auch die neuen Pixel in zwei Größen, einmal mit fünf Zoll und einmal in XL mit sechs Zoll.

Die kleine Version hat ein FullHD-OLED-Display, während die größere mit einem QHD-Display (2560x1440 Pixel) ausgestattet ist. Sowohl das Pixel 2 als auch das Pixel 2 XL sind mit einem Fingerabdrucksensor ausgestattet, der sich auf der Rückseite des Gehäuses befindet.

Als Software kommt ein unberührtes Android in der aktuellsten Version Oreo zum Einsatz. Das Stock-Android sowie die Aussicht, zu den ersten zu gehören, die in den Genuss künftiger Updates kommen, dürfte auch einer der Hauptgründe sein, wieso Käufer zum Pixel greifen.

Kamera und Innenleben

Beide Handys verfügen über eine Hauptkamera mit zwölf Megapixel, die besonders für Fotografie unter schlechten Lichtbedingungen geeignet sein soll. Bereits die ersten Pixel-Phones legten großen Wert auf die Kameras.

Das Innenleben der beiden Handys ist identisch, Herzstück soll ein Snapdragon 835 sein. Die Androiden kommen in zwei verschiedenen Speichervarianten, mit 64 bzw. 128GB.

Kein Kopfhöreranschluss

Wie schon Apple und teilweise auch Huawei und Motorola verzichtet auch Google bei den neuen Pixels auf einen klassischen Kopfhöreranschluss. Wer Musik hören möchte, muss dies also entweder per Bluetooth tun, über USB-C-Kopfhörer oder per Adapter von USB-C auf Klinke.

Über die Gründe für das Weglassen kann aktuell nur spekuliert werden, Hersteller nennen hier zumeist dünnere Bauweisen bzw. mehr Platz für andere Komponenten.

Der Preis

Für Diskussionen bei den ersten Pixel-Geräten sorgte Googles Preisgestaltung. So wurden die Handys deutlich teurer verkauft, als die früheren Nexus-Geräte, die sich bereits eine große Fan-Community aufgebaut hatten. Google will den hochpreisigen Weg offenbar auch weiterhin gehen, worauf auch bereits Vorab-Berichte hingedeutet haben.

Wie bei der Präsentation bekannt gegeben wurde, wird das günstigste Pixel 2 mit 64 GB 649 Dollar kosten. Das Pixel 2 Xl wird ab 849 Dollar verkauft. In Deutschland ist das Pixel 2 ab 799 Euro verfügbar. Die teuerste Version ist die XL-Variante mit 128GB, die auf stolze 1049 Euro kommt.

In Österreich ist es zum Start offiziell nicht verfügbar, dürfte aber durch verschiedene Händler rasch über Deutschland importiert werden. Als kleines Extra bekommen erste Käufer eines Pixel 2 bzw. eines Pixel 2 XL zum Start auch einen Google Home Mini geschenkt.

Hardware-Partner

Herstellt wird das große Pixel Berichten zufolge von LG, das kleine kommt von HTC. Künftig dürfte „Made by Google“ allerdings eine noch stärkere Bedeutung bekommen. Nach der Übernahme eines großen Teils von HTCs Smartphone-Teams ist nämlich davon auszugehen, dass bei künftigen Handys nur mehr ein kleinerer Teil an externe Unternehmen ausgelagert wird.

Pichai eröffnet Event

Zu Beginn des Events betrat Google-Chef Sundar Pichai die Bühne und sprach von der Umwälzung der digitalen Welt durch Machine Learning. Künstliche Intelligenz soll die Welt so verändern, wie es Smartphones gemacht haben. Google wolle künstliche Intelligenz mit Software und Hardware kombinieren, um ein völlig neues Nutzererlebnis zu schaffen.

Danach betrat Hardware-Manager Rick Osterloh die Bühne und sprach über Hardware. So sind aktuell 55 Millionen Chromecast-Geräte weltweit aktiv. Das erste Pixel-Phone habe einen “großartigen Start” hingelegt, allerdings würde man sich wünschen, dass mehr davon im Umlauf wären. Die Kundenzufriedenheit unter den Besitzern sei aber dennoch extrem hoch.

Die erste konkrete Ankündigung betraf die vernetzte Box Google Home, die nun in einer kleineren und größeren Version verfügbar ist. Der Google Home Mini wird voraussichtlich auch günstiger sein, als die bereits bekannte vernetzte Box Google Home. Mehr dazu lest ihr hier.

Pixelbook

Nachgelegt hat der Konzern auch bei den Chromebooks. Das Pixelbook ist wie schon das erste Chromebook Pixel im höherpreisigen Segment angelegt und soll sowohl als Laptop als auch als Tablet eingesetzt werden können.

Für das Pixelbook wird außerdem ein Stift verfügbar sein, mit dem man den Touchscreen bedienen kann. Laut Google ist der Stift genauer als ähnliche Produkte. Per Machine Learning soll der Stift sogar die persönliche Handschrift kennenlernen.

Das Pixelbook soll vorerst nur in den USA verfügbar sein und ab 999 Dollar verfügbar sein. Der Pen wird als Zubehör um 99 Dollar angeboten.

Kamera mit künstlicher Intelligenz

Zum Schluss hatte Google noch eine Überraschung parat. Mit Clips präsentierte der Konzern eine Kamera, die auf Basis von künstlicher Intelligenz funktioniert.

Laut Google soll man die Kamera am Körper tragen und sie erkennt dabei automatisch, wann der richtige Zeitpunkt ist, den Auslöser zu betätigen. Möglich wird das durch Machine Learning. Google betont dabei, dass immer deutlich per LED angezeigt wird, wenn ein Foto gemacht wird, so, dass es jedem Umstehenden bewusst ist.

Die Kamera soll “bald” in den USA zu einem Preis von 249 Dollar auf den Markt kommen. Infos über einen internationalen Marktstart wurden nicht bekannt gegeben.