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22.10.2014

Google stellt neuen E-Mail-Dienst "Inbox" vor

Google hat am Mittwoch das Projekt "Inbox" vorgestellt. Damit soll der digitale E-Mail-Posteingang übersichtlicher werden.

Google will wieder einmal die E-Mail neu erfinden. Das versuchte der Suchmaschinen-Konzern bereits einmal – 2009 mit Google Wave - und scheiterte. Der Dienst wurde nach nur einem Jahr eingestellt. Nun hat Google am Mittwoch die „Inbox“ vorgestellt. Ein Dienst, der laut einem Blogeintrag von Sundar Pichai, Senior Vice President bei Google, zuständig für Android, Chrome und Apps, vor allem Nutzern von Mobilgeräten dabei helfen soll, den Überblick über die tägliche E-Mail-Flut zu behalten.

E-Mails werden in sogenannten „Bundles“ automatisch zusammengefasst, sofern sie zueinander passen. Diesen Prozess können die User selbst beeinflussen, denn das Programm lernt von den Befehlen, die man erteilt.

Fokus auf Links und Fotos

Wichtige E-Mails lassen sich zudem mit der „Inbox“ hervorheben. Als Beispiel nennt Pichai etwa E-Mails von Airlines mit Flugdaten. Hier sollen beispielsweise auch ein Link zur Web-Check-In-Möglichkeit bereit gehalten werden, sowie Verspätungen der Flüge angezeigt werden. Sind in E-Mails Namen von Geschäften enthalten, werden dazu passend Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten angezeigt. Auch E-Mails von Freunden und Familienmitgliedern werden als „besonders wichtig“ gekennzeichnet und automatisch hervorgehoben. Bei „Inbox“ sollen auch Fotos besser integriert und prominent platziert sein.

Google hat jedoch bereits in der Vergangenheit versucht, E-Mails automatisch nach Wichtigkeit einzustufen. Dies ist dem Suchmaschinen-Anbieter allerdings nicht immer erfolgreich gelungen. Auch die Zusammenführung der Daten, die im Zuge des Dienstes geplant ist, dürfte so manchen Skeptiker aufhorchen lassen.

Nur auf Einladung

Vorerst ist „Inbox“ noch nicht offiziell erhältlich, sondern nur mit einer Einladung. Wer die „Inbox“ von Google testen möchte, kann sich in einer E-Mail an inbox@google.com wenden. Vorrausetzung ist ein Gmail-Konto. In iOS- und Android-Apps soll „Inbox“ auch funktionieren, für Windows Phone gibt es bisher keine Lösung.