© Martin Krachler

App-Test
09/08/2013

Hashnote: Notizblock der Zukunft?

Notiz-Apps gibt es wie Sand am Meer. Mit Hashnote gibt es nun eine Alternative, die größere Übersichtlichkeit durch den Einsatz von Hashtags verspricht. Wir haben getestet.

von Martin Krachler

Hashtags erfreuen sich immer größerer Beliebtheit während Nutzer von Notiz-Apps oftmals mit der Unhandlichkeit dieser Dienste zu kämpfen haben. Dem will Entwickler Ryan Harter mit “Hashnote” entgegenwirken. Er verspricht dabei, sich auf die wesentlichen Funktionen zu konzentrieren, die Benutzer von einer produktiven Notiz-App erwarten. Demnach wird auf Drop-Down-Elemente oder Checkboxes in seiner Applikation komplett verzichtet und größter Wert auf eine einfache Benutzung gelegt, so Harte.

Motto: simpel und produktiv
Seinem Motto bleibt der Entwickler treu, wie sich im futurezone-Test zeigt. Das Design der App ist schlicht, jedoch stilvoll. Beim Start der Applikation erscheinen dem Nutzer alle getätigten Einträge untereinander aufgelistet. Die zuletzt verfassten Memos werden jeweils am Beginn der Liste angezeigt. Durch einen Klick auf das Plus-Symbol am rechten oberen Bildschirmrand können User einen neuen Eintrag erstellen.

Hashnote Interface

Hashnote Interface

hashnote Interface

hashnote Interface

hashnote Interface

hashnote Interface

hashnote Interface

Auch hierbei hat Harper größte Sorgfalt auf Simplizität gelegt. Das Eingabefenster besteht aus einem simplen weißen Hintergrund auf dem mit schwarzem Text geschrieben werden kann. Lediglich zwei weitere Buttons werden am unteren Bildschirmrand angezeigt: # und @. Durch diese beiden Symbole können die Hauptfunktionen der Applikation aktiviert werden. Personen können mit sogenannten Referenzen (z.B.: @Name), Gegenstände mit gewöhnlichen Hashtags verknüpft werden. Anhand dieser Elemente werden die Notizen geordnet. Die Verknüpfungen werden in unterschiedlichen Farben dargestellt und heben sich dadurch deutlich vom restlichen Schwarz-Weiß-gräulich dominierten Interface ab. Diese farbliche Differenz erleichtert dem Nutzer das Wiederauffinden von Einträgen wesentlich.

Praktische Suchfunktionen
Die Suchfunktion, die durch den Klick auf den Lupen-Button (ebenfalls am rechten oberen Bildschirm) aufgerufen werden kann, ist eine herkömmliche sogenannte Volltextsuche. Somit wird hierbei nicht nach gesetzten Hashtags oder Referenzen gesucht, sondern nach dem vollständigen Eintrag.

Durch das Berühren des „Hashnote“-Logos wird von links ein Menüfenster geöffnet, in dem alle verwendeten Hashtags und Referenzen aufgelistet werden. Beim Klicken auf einen Hashtag werden alle Notizen, die den ausgewählten Hashtag enthalten, angezeigt. Es können zudem auch mehrere Hashtags und Referenzen für eine Suche verwendet werden. Dadurch werden beispielsweise nur Einträge, die die zwei ausgewählten Verknüpfungen enthalten. Einzelne Memos können durch zweimaliges Wischen nach links oder rechts gelöscht werden.

Fazit
Mit "Hashnote" ist Entwickler Ryan Harper eine durchaus produktive App mit einem interessanten Konzept gelungen. Ein Widget (4x1) für die Applikation ist zwar vorhanden, bietet allerdings lediglich die Möglichkeit, schnell Einträge hinzuzufügen, nicht jedoch diese anzuzeigen. Hashnote ist derzeit ausschließlich für Android-Smartphones verfügbar, eine Web-Version der App befindet sich laut Entwickler bereits in der Beta-Phase. Ein Pluspunkt der Anwendung ist, dass die Einträge nicht auf eine bestimmte Zeichenanzahl limitiert sind. Dass die App eine reine, simple Notiz-App mit dem Zusatz von Hashtags und Referenzen ist, zeigt sich jedoch schnell: Praktische Extras wie beispielweise eine Erinnerungsfunktion wurden nicht berücksichtigt.
Hier zeigt sich auch der deutlich Unterschied zu Google Keep, das mit einer Erinnerungsfunktion, Fotos sowie der Option, To-Do-Listen punkten kann. Diese wichtigen Features fehlen bei Hashnote, wer jedoch rein auf schlichte schnell auffindbare Notizen Wert legt, wird sich bei Hashnote eher wohl fühlen

Hashnote ist gratis und werbegestützt, wer auf die Werbebalken verzichten möchte, muss einmalig 1,50 Euro bezahlen.

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