Ivy Bridge
05/04/2011

Intels nächste Stufe der Chip-Entwicklung

Der erste 22-Nanometer-Mikroprozessor von Intel setzt neuartige 3D-Transistoren ein.

Intel stößt bei der Entwicklung von Computer-Chips in bisher nicht dagewesene Mikrostrukturen vor. Mit der am Mittwoch vorgestellten 22 Nanometer-Technik können die Schaltungen für die Steuerung digitaler Signale noch dichter zusammengepackt werden als mit der derzeit aktuellen 32-Nanometer-Architektur. Die Produktion der neuen Chips kann laut Intel noch in diesem Jahr beginnen.

Intel-Manager Mark Bohr teilte in San Francisco mit, der erste 22-Nanometer-Mikroprozessor mit der Bezeichnung „Ivy Bridge“ setze neuartige 3D-Transistoren ein, mit denen der Stromverbrauch des Prozessors weiter gesenkt werden könne. „Die Forscher und Ingenieure von Intel haben den Transistor neu erfunden und gehen diesmal in die dritte Generation“, erklärte Vorstandschef Paul Otellini.

Tri-Gate bringt mehr Flexibilität
„Auf der Grundlage dieser Fähigkeiten werden neue faszinierende Geräte entstehen, die das Bild der Welt formen“, fügte Otellini in einer schriftlichen Erklärung hinzu. Moores Gesetz sei weiter gültig. Diese 1965 von Intel-Mitbegründer Gordon Moore aufgestellte Regel besagt, dass die Zahl der auf einem Chip gepackten Transistoren alle 18 bis 24 Monate verdoppelt werden kann.

Der Leistungsgewinn und die Energie-Ersparnis der 3D-Transistoren mit der Bezeichnung Tri-Gate reiche über das Ausmaß bisheriger Generationswechsel hinaus, sagte Bohr während einer Pressekonferenz. „Dies gibt Produktentwicklern die Flexibilität, um die gegenwärtigen Geräte noch intelligenter zu machen und völlig neue Geräte zu ermöglichen.“

Der Einstieg in die 22-Nanometer-Technik gilt in der Branche als nächste Stufe in der Chip-Entwicklung. Ein Nanometer entspricht einem Millionstel Millimeter.

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