Epson schummelt offenbar bei seinen Tintenpatronen

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09/14/2015

Leer angezeigte Epson-Druckerpatronen noch 20 Prozent voll

Dass Tintendrucker-Hersteller ihr Geld mit völlig überteuerten Patronen machen, ist nichts Neues. Die Praxis tritt aber offenbar auch bei Highend-Modellen auf.

Die Absurdität, dass Tintenpatronen oft fast so viel kosten wie ein neuer Tintenstrahldrucker selbst, ist altbekannt. Dass die Hersteller es zudem mit Füllstand-Anzeigen nicht so genau nehmen, dürfte auch niemanden mehr so wirklich schockieren. Wenn es dabei aber um mehrere Tausend Euro teure Geräte wie den Profidrucker Epson Stylus Pro 9900 geht, der über 5000 Euro im Handel kostet, hört der Spaß langsam aber sicher auf.

Schummeln beim Füllstand

Denn der Highend-Drucker, bei dem eine einzelne Tintenpatrone schon auf über 230 Euro kommt, zeigt einen leeren Füllstand an, obwohl noch bis zu 20 Prozent Druckerfarbe in der Patrone sind. Das zeigt die Seattler Druckerei Bellevue Fine Art in einem YouTube-Video, mit dem sie Epson zum Handeln zwingen will. In 700ml-Patronen waren durchschnittlich noch zwischen 100 und 150 Milliliter im Tank, und auch bei den kleineren 350ml-Patronen blieben 60 bis 80 Milliliter übrig, die einfach in den Müll wandern.

Das Unternehmen beklagt in dem Video, dass eine professionelle Druck-Firma durch die falsche Anzeige Hunderte Euro bzw. Dollar wegwirft. Man habe Epson auch wiederholt darauf hingewiesen und die Patronen eingeschickt, sei aber mit der Kritik ignoriert worden. Das Video, indem das Unternehmen eine Reihe von "leeren" Patronen aufschneidet und den verbleibenden Inhalt in Messbecher gießt, wurde bis zum jetzigen Zeitpunkt bereits über 600.000 Mal angeklickt. Es bleibt abzuwarten, wie Epson auf die Anschuldigungen reagiert.