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06.10.2010

LibreOffice ohne Unterstützung von Oracle (Update)

OpenOffice Eigentümer Oracle will nicht an dem abgespaltenen LibreOffice mitarbeiten. Gleichzeitig werden erste Zahlen über LibreOffice präsentiert.

//Oracle// hat in einem E-Mail an Computerworld.com offiziell erklärt nicht an // LibreOffice// mitarbeiten zu wollen.
LibreOffice ist ein Projekt, das von der Document Foundation ins Leben gerufen wurde um das populäre Open-Source Office-Paket OpenOffice weiter zu entwickeln.

Anfang des Jahres wurde der OpenOffice Entwickler //Sun Microsystems// von dem Konzern Oracle gekauft. Damals hieß es, dass OpenOffice in einer eigenen Abteilung weitergeführt werden solle und dass das Community Projekt ebenso weitergeführt wird.
Ende September wurde schließlich bekannt, dass sich das Projekt OpenOffice unabhängig von Oracle als LibreOffice weiterentwickelt werden soll. Außerdem soll das Dateiformat //Open Document Format// (ODF) weiter vorangetrieben werden. Hierfür wurde die Document Foundation ins Leben gerufen.

Die Stiftung wird von Linux-Größen wie dem Ubuntu-Sponsor Canonical, aber auch von Novell und RedHat unterstützt. So sollen in den kommenden Versionen der entsprechenden Linux-Distributionen auch LibreOffice integriert werden.

Der Hoffnung, den Name OpenOffice von Oracle für das neue Projekt zu gewinnen, dürfte im Rahmen der aktuellen Ankündigung auch eine Absage erteilt worden sein. LibreOffice und OpenOffice werden nun höchstwahrscheinlich als zwei unabhängige Software-Pakete weiterentwickelt werden.

LibreOffice veröffentlicht erste Zahlen (Update)
Kurz nach der Stellungsnahme von Oracle hat die Document Foundation erste Zahlen zu LibreOffice veröffentlicht. In der ersten Woche nach Veröffentlichung haben etwa 80.000 User das Paket heruntergeladen, die Anzahl der Mirror-Server habe sich weltweit von 25 auf 45 erhöht, so dass nun auf jedem Kontinent ein Mirror-Server vorhanden ist.

Auch der Code wurde bereits deutlich verändert, so haben 27 Entwickler insgesamt 80 Änderungen am bestehenden Code vorgenommen.

Die Document Foundation kann mittlerweile auch schon auf über 1000 Facebook Fans und knapp 700 Follower bei Twitter vorweisen.

(Futurezone)