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11/04/2010

"Meine Generation hält Spielebranche zurück"

Der japanische Spiele-Entwickler Keiji Inafune kritisierte in einem Interview mit 4Gamer.net die Arbeitsmoral japanischer Spiele-Programmierer.

Der scheidende Capcom-Mitarbeiter und Entwickler von Spielen wie //Mega Man// und //Dead Rising// geht mit der japanischen Spieleentwicklungsbranche hart ins Gericht: "Im Grunde ist es wie in einem kommunistischem Staat. Wer hart arbeitet, ist selber schuld", sagte Inafune gegenüber dem japanischen Online-Portal.

Entwickler müssen umbedenken

Inafunes Aussagen nach zu urteilen, ist die japanische Spiele-Industrie zu sehr an ein langjähriges Lohnsystem gekoppelt. Ob man nun faul ist oder welche Qualität die eigene Arbeit hat, ist dabei egal. Gerade Programmierer aus der Generation von Inafuna müssten umdenken. Vor zwanzig Jahren hätten Entwickler keine wirkliche Konkurrenz fürchten müssen, so Inafune. Außerdem seien die Anforderung der Entwickler an Spiele und die Anforderung von Spielern unterschiedliche Wege gegangen. "Meine Generation hält die Spielebranche zurück", meinte der japanische Spielprogrammierer.

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Japan verlassen will Inufune jedoch nicht. "Ich hoffe darauf, einen natürlichen Wandel in der Spiele-Industrie herstellen zu können. Für einige Jahre habe ich das bei Capcom versucht." Der erhoffte Erfolg hat sich aber nicht eingestellt. Nun möchte er auf eigene Faust einen Wandel hervorrufen. Inafune entwickelte 23 Jahren lang Spiele für den japanischen Entwickler. Darunter waren auch bekannte Titel wie der erste Teil der //Street Fighter//-Reihe und die //Mega Man//-Reihe. Nun will sich Inafune von seinem langjährigen Arbeitgeber trennen und ein eigenes Entwicklungsstudio eröffnen.

(futurezone)