Produkte
05.06.2013

Microsoft gibt Einblick in Windows 8.1

Der Software-Hersteller gab auf der Computex erstmals eine öffentliche Präsentation der wichtigsten Features der kommenden Windows-Version 8.1. Dabei wurde vor allem auf Funktionen Wert gelegt, die den Verlust des Start-Menüs vergessen machen sollen. Des weiteren wurde bekannt gegeben, dass kleine Tablets wie Acers Iconia W3 mit Office Home & Student ausgeliefert werden.

Microsoft gab im Rahmen der Computex umfassende Einblicke in die kommende Windows-Generation 8.1 und kündigte dabei an, dass künftig kleine Windows-Tablets, wie

, mit Office 2013 Home & Student ausgeliefert werden. Insgesamt werden laut Microsoft derzeit vier Tablets davon profitieren, bislang wurde mit dem Iconia W3 allerdings nur ein Gerät in diesem Formfaktor offiziell vorgestellt.

Auf dem Event gab sich Antoine Leblond, Corporate Vice President für Windows Program Management, größte Mühe, die Neuerungen von Windows 8.1 zu präsentieren. Auffällig war vor allem, dass er Funktionen präsentierte, die das bisherige Startmenü ersetzen sollen. Dieses war in Windows 8 entfernt worden, wurde nach zahlreichen Protesten der Nutzer jedoch in Windows 8.1 zumindest optisch wieder integriert. So findet sich jetzt in der Desktop-Ansicht wieder ein Start-Knopf. Dieser öffnet allerdings nicht das Start-Menü, sondern erfüllt den Zweck einer virtuellen Windows-Taste, mit der zwischen Metro- und Desktop-Ansicht gewechselt werden kann.

Die Windows 8-Präsentation in Bildern

1/9

Windows 8.1 Präsentation

Windows 8.1 Präsentation

Windows 8.1 Präsentation

Windows 8.1 Präsentation

Windows 8.1 Präsentation

Windows 8.1 Präsentation

Windows 8.1 Präsentation

Windows 8.1 Präsentation

Windows 8.1 Präsentation

Neu ist jedoch, dass der Desktop-Hintergrund und der Hintergrund in Metro synchronisiert werden können, sodass es wirkt, als würden die Kacheln auf die Desktop-Oberfläche hereinfliegen. Auch das Booten in die Desktop-Ansicht wird möglich sein. Eine Änderung wurde offensichtlich aus Windows Phone 8 übernommen: unten links in der Metro-Oberfläche findet sich nun ein Knopf mit Pfeil, der einen schnellen Wechsel in die Liste aller installierten Programme erlaubt. Auf Touch-Geräten wird der Wechsel noch einfacher sein, hierfür muss einfach nur die Oberfläche nach oben gewischt werden.

Verbesserte Suche
Auffällig sind auch die neuen Größen für Kacheln, die es nun in deutlich größeren sowie sehr kleinen Formen gibt. Letztere sind vor allem als Ersatz für Verknüpfungen gedacht und sollen die Zahl der auf dem Bildschirm sichtbaren Programmverknüpfungen erhöhen. Eine nicht unwesentliche Veränderung findet sich auch in der Suche. Musste zuvor noch ein Programm geöffnet werden, um darin die Suchfunktion zu nutzen, soll dies nun, ähnlich wie bei Apples Spotlight, übergreifend funktionieren. So kann bereits vom Desktop aus nach Apps, Einstellungen, Dateien, E-Mails oder über eine Suchmaschine gesucht werden.

Wer sich für die Nutzung der Bing-Suche entscheidet, bekommt die Informationen dann ähnlich hübsch wie in Googles Knowledge Graph aufbereitet. Eine Beispiel-Suche nach Marylin Monroe im Rahmen der Präsentation lieferte neben Key Facts zur Person auch Bilder, Filme auf YouTube und Xbox, Wikipedia-Einträge, Webergebnisse sowie einiges mehr. Auch das Verwalten von Kacheln wird nun deutlich einfacher gestaltet, da das Auswählen von mehreren Kacheln gleichzeitig möglich ist. So können diese einfacher gruppiert, verschoben oder einfach gelöscht werden.

Neue Apps
Vollkommen überarbeitet wurde die Foto-App, die nun auch rudimentäre Bearbeitungsfunktionen bietet. Mit Reading List wird nun ein Konkurrent zu Bookmarking-Diensten wie Pocket mitgeliefert, der das Abspeichern von Links ermöglicht. Des weiteren wird es eine Food & Drink-App mit Rezepten geben, die sich mit Hilfe von Wischgesten ohne Berührung bedienen lässt. So soll das Verwenden des Tablets ohne Berührung auch beim Kochen möglich sein.

Leblond zeigte in der knapp 25 Minuten langen Präsentation zum ersten Mal die wichtigsten neuen Funktionen, die zunächst wie ein Schuldeingeständnis

wirken, es dürfte aber wohl eher der ohnedies geplante Schritt nach vorne sein. "Wir wissen, dass Windows 8 ein ehrgeiziger Versuch ist, aber wir sind große Risiken eingegangen, die notwendig waren", meint Windows-Marketingchefin Tami Reller. Reller gab auch bekannt, dass RT-Nutzer mit dem Update auf Windows 8.1 das E-Mail-Programm Outlook nachgeliefert bekommen. Auf RT-Geräten ist Office 2013 in einer speziellen Version bereits vorinstalliert, bislang fehlte allerdings noch Outlook.

100 Millionen Lizenzen verkauft
Reller gab auch einige beeindruckende Zahlen zu Microsoft-Diensten bekannt. So verzeichnet der Clouddienst Skydrive derzeit 250 Millionen aktive Nutzer, der neue Mail-Dienst Outlook.com wird bereits von 400 Millionen genutzt und das wohl wichtigste Detail aus Sicht von Microsoft: insgesamt wurden mehr als 700 Millionen Microsoft-Accounts registriert. Diese Zahl hat großen Symbolwert für Microsoft, dessen Betriebssysteme Windows 8 und Windows Phone 8 nur mit einem Microsoft-Account vollwertig nutzbar sind. Für Windows 8 wurden laut Reller bislang mehr als 100 Millionen Lizenzen verkauft sowie mehr als 900 Updates veröffentlicht.

Ab 26.Juni als Preview
Wie zuletzt bekannt wurde, wird Windows 8.1

legen. Reller gab dazu auch einen Rat: "Wir empfehlen unseren Business-Kunden die Verwendung von touchfähigen Geräten, unabhängig davon ob sie derzeit Windows 7 oder Windows 8 verwenden, damit sie für die Zukunft gerüstet sind." Ab dem 26.Juni steht die Public Preview des Betriebssystems zum Download bereit, der offizielle Start des kostenlosen Updates soll noch im Laufe dieses Jahres erfolgen.

Mehr zum Thema

  • Windows 8.1: Mehr Details für Business-Nutzer
  • Microsoft: Rabatte für Windows und Office
  • Acer Iconia W3: Windows 8 auf 8,1 Zoll