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03.05.2012

Microsoft gibt Marke "Windows Live" auf

Microsoft will nach dem jüngsten Update seines Cloud-Angebots mit SkyDrive für private Nutzer durchstarten. Mit der Einführung von Windows 8 wird das Unternehmen zudem die Marke "Windows Live" einstellen.

Microsoft stellt mit der Einführung von Windows 8 "Windows Live" ein, kündigte das Unternehmen in einem Blogeintrag an. SkyDrive, Mail, Kalender, Kontakte, Fotos und der Messenger werden einfach "Apps" heißen. "Windows Live" wurde erstmals am 1. November 2005 vorgestellt und wird laut Microsoft von rund 500 Millionen Menschen pro Monat genutzt.

Der Account wird künftig einfach "Microsoft Account" heißen wird im Blogeintrag erklärt. Bei früheren Windows-Versionen wird die "Windows Live ID" beibehalten.

Von der Nische zum Massenmarkt
Für den Online-Speicher setzt Microsoft ganz auf Skydrive. „Wir haben in der vergangenen Woche wichtige Fortschritte gemacht", sagte Dharmesh Mehta, Microsoft Manager für Windows und Windows Live. Mit den wachsenden Möglichkeiten würden sich Clouddienste nun sehr schnell von der Nische zum Massenmarkt bewegen, sagte Mehta.

Microsoft hatte

seine Online-Festplatte Skydrive mit etlichen neuen Funktionen ausgestattet. Als Anwendung unter Microsofts "Windows Live"-Plattform bot Microsoft bereits seit 2008 einen Online-Speicher an. Nach Apples iCloud startete Ende April zuletzt Google mit seinem Dienst Google Drive.

"Wollen besser als Konkurrenz sein"
Von der Konkurrenz sieht Mehta jeweils nur bestimmte Cloud-Dienste abgedeckt. Während Dropbox von den Anwendern in erster Linie für den Dateienaustausch verwendet werde, habe sich Apples iCloud als klassischer Ort für die Synchronisation verschiedener Geräte etabliert. Google wiederum biete mit seinen Google Docs eine Plattform für den Austausch von Anwendungen. „Wir wollen mit Skydrive besser alle drei zusammen sein."

In der Regel bieten die Online-Speicher rund 5 Gigabyte freien Speicher, wer mehr Platz benötigt, kann zukaufen. Microsoft hatte zuletzt sein kostenloses Angebot von 25 Gigabyte freiem Speicher auf 7 Gigabyte heruntergeschraubt. „Damit kommen aber 99,9 Prozent der Kunden völlig aus", sagte Mehta. Jene Nutzer, die deutlich mehr Speicher benötigten, bildeten als Enthusiasten eine derzeit nur sehr kleine Gruppe.

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