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06.09.2016

Microsoft ist schuld an schwachen Windows-Laptops

Hersteller verbauen oft schwache Hardware bei ihren Laptops, um Microsofts Vorgaben zu entsprechen und Windows dafür billiger zu bekommen.

Kostengünstige Windows-Laptops in der Preisklasse von 200 bis 300 Euro unterscheiden sich in ihren Hardware-Spezifikationen meist nur gering. Üblicherweise sind dieselben schwachen Prozessoren, nicht mehr als vier Gigabyte Arbeitsspeicher, kein CD-Laufwerk und keine Festplatte verbaut.

CNXSoft bekam nun eine Tabelle mit jenen Spezifikationen zugespielt, die Laptops oder Mini-PCs nicht überschreiten dürfen, um mit einer günstigeren Windows-Lizenz verkauft zu werden. Mit besserer Hardware würde Microsoft pro Lizenz statt für 15 bis 30 US-Dollar den Vollpreis verrechnen. Dieser liegt derzeit bei bis zu 279 Euro (Windows 10 Pro).

Strikte Vorgaben von Microsoft

Um die Kriterien erfüllen zu können, darf ein Laptop lediglich über eine Einsteiger-CPU, beispielsweise Intels "Bay Trail"-, "Cherry Trail"-, "Braswell"-, oder "Apollo Lake"-Chips, höchstens vier Gigabyte Arbeitsspeicher, keine Festplatte, kein CD-Laufwerk, eine SSD oder eMMC mit höchstens 32 Gigabyte Speicher und ein Display mit höchstens 14,1 Zoll verfügen.

Wird einer dieser Punkte überschritten, gibt es keinen Rabatt auf die Lizenz, was unweigerlich zu einem höheren Preis für das Gerät führen würde. Um Käufer nicht zu verschrecken, halten sich Hersteller in diesem Preissegment meist strikt an die von Microsoft vorgegebene Grenze. Ein schnellerer Prozessor, der wohl zu spürbar besserer Performance führen würde, würde den Hersteller kaum mehr kosten, mit der teureren Windows-Lizenz erhöht sich der Verkaufspreis jedoch erheblich.