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Microsoft warnt vor weiterer Nutzung von Windows XP

Microsoft warnt vor weiterer Nutzung von Windows XP

Das Ende von Windows XP rückt immer näher. Aus diesem Grund warnen Microsoft und die österreichische “Internetfeuerwehr” CERT (Computer Emergency Response Team) davor, das Betriebssystem nach dem 8. April 2014 noch weiter zu verwenden. Mit diesem Datum werden für Windows XP keine Sicherheitsupdates mehr ausgeliefert und das System wird von Tag zu Tag anfälliger für eventuelle neue Lücken, die von Computerkriminellen ausgenutzt werden könnten. Gerade für Unternehmen ist der mögliche Schaden groß, aber auch sensible Daten der Privatanwender sind in Gefahr, wenn sie bis nach Ende der Support-Frist weiterhin mit Windows XP arbeiten.

Microsofts Entscheidung, dem System in wenigen Monaten den endgültigen Todesstoß zu versetzen soll natürlich die Verkäufe neuerer Versionen ankurbeln. Zuletzt kämpfte der Konzern verstärkt mit schwachen Verkäufen von Windows 8, das in Sachen Design neue Wege einschlug.

Andere Zeiten

„Wir leben in anderen Zeiten“, so Stefen Sennebogen, Windows-Chef bei Microsoft Österreich. Die Art und Weise, wie Rechner heutzutage genutzt werden, haben sich deutlich verändert. Die Internetnutzung ist in den letzten 13 Jahren um ein Vielfaches angestiegen, alleine der E-Mail-Verkehr hat sich laut aktuellen Zahlen verzehnfacht. Aktuelle Systeme wie Windows 7 und Windows 8 hätten auf diese Veränderungen reagiert und sind entsprechend darauf eingegangen. Während man bei Windows XP etwa Dinge wie Virenscanner und Firewalls noch manuell installieren musste, wird mit dem Windows Defender ein Basisschutz bei neuen Rechnern bereits mitgeliefert.

Auch Rober Schischka vom CERT mahnt und fordert insbesondere Unternehmen auf, auf ein neueres System umzusteigen. “Man muss den Mut zum Abschaffen haben”, so Schischka. Veralterte Software zähle nach wie vor zu den beliebtesten Einfallstoren für Cyber-Kriminelle.

Auslaufmodell

Insgesamt hat der Support für das populäre System damit 13 Jahre gedauert, drei Jahre länger als bei Microsoft üblich. Grund für den erweiterten Support war, dass XP immer noch bei zahlreichen Rechnern eingesetzt wird. Aktuellen Zahlen zufolge wird das System noch auf einem Drittel der Rechner weltweit eingesetzt. Gerade in Schwellen- und Entwicklungsländern in Afrika, Asien und Südamerika ist das System überdurchschnittlich stark verbreitet.

Zahlen des Statistikdienstes Statcounter zufolge hatten in Österreich im August noch rund elf Prozent der PCs, die mit dem Internet verbunden sind, Windows XP installiert. Marktführer bei den Computer-Betriebssystemen ist Statcounter zufolge Windows 7, Microsofts touch-fähiges System Windows 8 liegt bei knapp neun Prozent, einen Prozent hinter Apples Mac OSX.

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