Streaming
12/13/2011

Musikstreaming-Dienste Rara und Juke starten

Keine Werbung, nur kostenpflichtige Abos

Neue Konkurrenz bei Musik aus dem Netz: Mit einem internationalen Start will der Dienst Rara.com Streaming-Anbieter wie Spotify und Pandora herausfordern. Der Abo-Service werde im Laufe der Woche in 23 Ländern verfügbar sein, teilten die Betreiber am Dienstag mit - darunter Österreich. Der Streaming-Dienst biete Zugang zu rund zehn Millionen Titeln aller großen Plattenfirmen. Hinter dem Portal stehen die Gründer des britischen Dienstleisters Omnifone, der im Auftrag von Firmen wie Sony und Research in Motion (RIM) webbasierte Musik-Plattformen betreibt und auch die Infrastruktur von rara.com stellt.

Nutzer können die Musik per Internetverbindung auf ihr Gerät streamen. Der Online-Zugang zu rara.com kostet regulär rund 5 Euro im Monat, bei der Nutzung mobiler Geräte werden 10 Euro fällig. In den ersten drei Monaten kostet der Dienst rund 1 Euro, mobil 2 Euro.

Rara.com hat Lizenzvereinbarungen mit Universal Music, Sony, EMI und Warner Music - damit sind die weltweit größten Musikkonzerne - die „major labels“ - an Bord. Zudem stellten mehrere andere Labels ihr Angebot zur Verfügung, erklärte das Unternehmen. Auch mit den Verwertungsgesellschaften habe man eine Vereinbarung getroffen, darunter die Gema in Deutschland.

Rara.com läuft auf dem PC, außerdem auf Smartphones mit Android sowie dem iPhone von Apple. Eine Kooperation mit dem weltgrößten PC-Hersteller Hewlett-Packard soll bei der Verbreitung helfen: Der Konzern installiert rara.com auf „den meisten“ in Europa verkauften Computern.

Juke
Auch das Angebot von Juke ist ab heute in Österreich auf www.myjuke.com verfügbar. Der Streaming-Dienst bietet nach eigenen Angaben über 15 Millionen Songs von 80.000 Labels. Die ersten zwei Wochen kann das Angebot kostenlos getestet werden, danach beträgt die Monatsgebühr 9,99 Euro. Diese inkludiert die Wiedergabe am Computer per Browser und über die iPhone- und Android-App. Eine kostenlose Version mit Werbeeinspielungen, wie bei Spotify, gibt es nicht.

Die Abos können für ein, drei oder sechs Monate abgeschlossen werden. Es ist möglich Playlists anzulegen. Für Smartphones können Songs auch offline verfügbar gemacht werden. Juke gehört der Elektronikmarktgruppe Media-Saturn- Holding.