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18.06.2015

Nest stellt Sicherheitskamera und neuen Rauchmelder vor

Googles Spezialist für Heimvernetzung Nest hat sein Angebot mit einer Sicherheitskamera ausgebaut. Außerdem gibt es eine neue Version von Protect sowie ein Software-Update.

Die neue Nest Cam reagiert auf Bewegung und hat auch eine Nachtsicht-Funktion. Sie kann Bilder aus der Wohnung auf ein Smartphone übertragen. Außerdem startet mit Nest Aware nun ein Cloud-Service, das Aufnahmen auf Wunsch speichert. So können bis zu 30 Tage zentral gesichert werden. Nest Aware ist ab zehn Dollar monatlich verfügbar.

Nest übernahm vor einem Jahr das Sicherheitskamera-Startup Dropcam, laut Medienberichten für gut 550 Millionen Dollar. Dropcam-Technologie floss jetzt in die neue Kamera ein, was sich auch in den Funktionen wiederspiegelt. So zeichnet die Nest-Kamera wie die Dropcam-Kameras Videos in 1080p mit 30FPS auf und deckt ein Blickfeld von 130 Grad ab.

Neuer Rauchmelder

Außerdem stellte Nest am Mittwoch eine verbesserte Version seines Rauchmelders Protect vor. Das neue Gerät setzt auf eine andere Art Rauchsensor und ist außerdem kleiner und leichter zu installieren als sein Vorgänger. Den neuen Melder kann man nun außerdem per App stummschalten. Das Feature, ihn per Winken zu deaktivieren, machte beim Vorgänger Probleme.

Außerdem gibt es ein Software-Update für bestehende Produkte, damit sie untereinander besser kommunizieren und interagieren können. So schaltet sich etwa das Thermostat aus, wenn Protect aufgrund von Rauchentwicklung oder dem Entstehen von Kohlenstoffmonoxid anspringt. Außerdem wird der Nutzer ab sofort gewarnt, wenn der Temperatursensor zu hohe oder zu niedrige Werte in der Wohnung misst.

Von Google aufgekauft

Nest war mit seinem Thermostat ein Vorreiter bei der Heimvernetzung. Anfang 2014 kaufte Google die Firma des ehemaligen Managers Tony Facell für über drei Milliarden Dollar. Google will damit eine führende Rolle im Smarthome-Markt spielen und stellte vor kurzem eine Android-Version für vernetzte Geräte vor sowie das Kommunikationsprotokoll „Weaver“, das sie verbinden soll. Nest darf unter dem Google-Dach weitgehend eigenständig agieren.