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25.05.2015

Neue Idee aus Österreich: Banknoten mit Chip fernsteuern

Statt Bargeld abzuschaffen, werden Banknoten mit Chips ausgestattet. Damit lassen sich die Banknoten aus der Ferne entwerten. So die Vision eines heimischen Unternehmens.

Österreicher lieben ihr Bargeld. 89 Prozent aller Zahlungen erfolgen mit Scheinen und Münzen. In keinem anderen EU-Land ist Bargeld noch beliebter als hierzulande. Renommierte Ökonomen forderten vergangene Woche die Abschaffung des Bargelds, um Betrug und Diebstahl zu bekämpfen – kein neues Problem.

Diesem „Jahrhunderte alten Problem“, wie es das österreichisch-deutsche Technologieunternehmen EDAQS mit Wiener Kontaktadresse im 1. Bezirk bezeichnet, will das Unternehmen nun Abhilfe schaffen. Es hat eine neue Form von Bargeld entwickelt, mit der Betrug und Diebstahl ebenfalls verhindert werden können.

Verschlüsselte Funkchips

Es nennt sich DICE (Dynamic Intelligent Currency Encryption – Cash Security System) und es funktioniert folgendermaßen: Die Banknoten sollen mit einem speziellen, verschlüsselten RFID-Funkchip ausgestattet werden. Damit ist dann jede Banknote einzeln identifizierbar und kann aus der Ferne überwacht und gesteuert – und notfalls auch ferngesteuert deaktiviert – werden.

Mit speziellen Terminals in Banken und Geschäften weiß das System hinter DICE jederzeit, wo sich welche Banknote befindet. Bei einem Bankdiebstahl kann die Banknote etwa sofort deaktiviert werden. Laut einem Bericht im „Trend“ gibt es bereits erste Interessenten aus Russland und Australien für das neue Bargeld-System.