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E3
06/04/2012

Nintendo startet soziales Netzwerk für Spieler

Am Vorabend der Spielemesse E3 hat Nintendo weitere Details seiner neuen Spielkonsole Wii U verraten. Der finale Controller der Konsolen-Tablet-Kombination wurde ebenso präsentiert wie das Online-Netzwerk Miiverse, das die Spielergemeinde vernetzen soll.

von Benjamin Sterbenz

Eigentlich war die große Nintendo-Pressekonferenz auf der diesjährigen E3 für Dienstag Früh angesetzt, der japanische Konzern entschied sich jedoch spontan dazu, Details zur Wii U vorzuziehen. In einer hastig organisierten Veranstaltung gab Nintendo-Chef Satoru Iwata vorab bekannt, dass ein eigenes soziales Online-Netzwerk startet. Dieses ist nicht nur auf Nintendo-Hardware zugänglich, sondern wird auch auf PC und mobilen Endgeräten wie etwa Smartphones zur Verfügung stehen. Miiverse, so der Name der Netz-Gemeinde, erinnert dabei an Xbox Live, bietet es doch Freundesliste und eine Übersicht, wer gerade was spielt sowie die Funktion des Videochat.

Die Software soll helfen, neuen Mitspieler und Leute mit ähnlichem Spielgeschmack kennenzulernen. Man kann Tipps, aber auch eigenen Content tauschen. Das System ist Browser-basiert und kann daher von diversen Endgeräten aus bedient werden.  Wann die Online-Plattform genau startet, ist noch offen. Iwata meinte nur, dass es nicht zum Start der Wii U sein wird, sondern später. Wann die Wii U in den Handel kommen wird, soll in einigen Wochen auf einer Veranstaltung in London enthüllt werden.

Die vorgezogene Präsentation könnte jedoch darauf hindeuten, dass Microsoft ähnliche Soziale Funktionen vorstellen und Xbox Live deutlich ausbauen wird. In den vergangenen Tagen kursierten Gerüchte rund um „Smart Glass". Unter diesem Namen soll es möglich werden, die Konsole über Smartphones zu steuern und zu kontrollieren beziehungsweise Konsolen-Inhalte auf mobile Geräte zu pushen.

Der neue und alte Controller
Weiters zeigte Iwata einen klassisch anmutenden Controller für die Wii U, den Wii U Pro – bis dato kannte man nur eine Version, die einen Bildschirm eingebaut hatte und an ein Tablet erinnert. Letzteres, das Wii U Gamepad wurde überarbeitet und bietet nun zwei Analog-Sticks sowie einen NFC-Chip und eine Fernbedienungsfunktion. Auch das Layout und die Haptik wurden leicht verändert. Der Touchscreen, das Merkmal des Controllers, blieb gleich. Auf diesem kann man ins Internet, sich ins Miiverse einloggen und Spielfunktionen bedienen.

Welche Informationen Nintendo auf der eigentlichen PK noch in Petto hat, wird sich Dienstag weisen. Laut Iwata soll sich alles nur um Spiele drehen.