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13.08.2013

Nordkoreas erstes Smartphone setzt auf Android

Staatsoberhaupt Kim Jong-un hat das erste Smartphone vorgestellt, das in Nordkorea hergestellt wird. Das Gerät setzt auf Android als Betriebssystem. Ob das Modell tatsächlich in dem Land produziert wird ist allerdings unklar.

Weltweit hält Android laut jüngsten Statistiken einen Smartphone-Marktanteil von 80 Prozent. In Nordkorea dürfte Googles Betriebssystem seit Sonntag mit einem Schlag bei 100 Prozent liegen. Denn Staatsoberhaupt Kim Jong-un hat das erste Smartphone präsentiert, das direkt im Land hergestellt wird. Wie die lokale Nachrichtenagentur KCNA berichtet, besuchte der Machthaber sogar die Fabrik, in der das Gerät hergestellt wird.

Benannt nach einem Volkslied
Die Fertigungsstätte liegt in der Hauptstadt Pjöngjang und heißt „Fabrik des 11. Mai". Sie produziert das neue Smartphone, das auf den Namen Arirang hört – benannt nach einem Volkslied. Über die technischen Spezifikationen ist nichts bekannt. Einzig, dass eine Kamera verbaut ist, ist fix, da Kim Jong-un diese extra hervor hob.

Das Smartphone

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North Korean leader Kim Jong-Un visits the May 11 Factory in this undated photo released by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) in Pyongyang August 11, 2013. REUTERS/KCNA (NORTH KOREA - Tags: POLITICS BUSINESS TELECOMS)

North Korean leader Kim Jong-Un visits the May 11 Factory in this undated photo released by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) in Pyongyang August 11, 2013. REUTERS/KCNA (NORTH KOREA - Tags: POLITICS BUSINESS TELECOMS)

North Korean leader Kim Jong-Un visits the May 11 Factory in this undated photo released by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) in Pyongyang August 11, 2013. REUTERS/KCNA (NORTH KOREA - Tags: POLITICS BUSINESS TELECOMS)

North Korean leader Kim Jong-Un visits the May 11 Factory in this undated photo released by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) in Pyongyang August 11, 2013. REUTERS/KCNA (NORTH KOREA - Tags: POLITICS BUSINESS TELECOMS)

North Korean leader Kim Jong-Un visits the May 11 Factory in this undated photo released by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) in Pyongyang August 11, 2013. REUTERS/KCNA (NORTH KOREA - Tags: POLITICS BUSINESS TELECOMS)

North Korean leader Kim Jong-Un visits the May 11 Factory in this undated photo released by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) in Pyongyang August 11, 2013. REUTERS/KCNA (NORTH KOREA - Tags: POLITICS BUSINESS TELECOMS)

Zweifel an Herkunft
Ob das Smartphone tatsächlich in Nordkorea gebaut wird, bezweifeln Experten allerdings. Schon ein Tablet, das als nordkoreanisch angepriesen wurde, entpuppte sich als chinesischer Zukauf. Die Kompetenz von Nordkorea liege bei Software, nicht in der Hardware-Herstellung, lautet die Einschätzung von Nordkorea-Kennern.

Kontrolliertes Surfen
Weiters ist unklar, wer das Gerät verwenden soll und wie viel es kostet. Der staatliche Mobilfunker Koryolink, der das Netz mit der ägyptischen Orascom betreibt, vermeldete jüngst, dass zwei Millionen das 3G-Netz verwenden. Surfen ist nur auf bestimmten Seiten erlaubt, andere Internet-Nutzung sind ebenso wie Telefonate ins Ausland untersagt. Touristen ist 3G nicht mehr zugänglich. Während des Fabrikbesuchs lobte Kim Jong-un, dass eine koreanische App entwickelt wurde, die Usern allen Komfort biete, aber strikt Sicherheit garantiere. Ob damit Sicherheit vor Viren oder Sicherheit durch staatliche Kontrolle meinte, ist unklar.

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