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05/27/2020

Desaströse Glasfaser-Zahlen für Österreich

Nur 1,9 Prozent der österreichischen Haushalte beziehen Internet über Glasfaser. Damit ist Österreich Schlusslicht in Europa.

Diverse Breitband-PR-Kampagnen der vergangenen Jahre können nicht darüber hinweg täuschen, dass Österreich beim Glasfaserausbau weiterhin Entwicklungsland ist. Wie Daten des Branchenverbands FTTH Council Europe aus dem April 2020 zeigen, liegt Österreich unter 39 europäischen Ländern mit 1,9 Prozent Glasfaser-Durchdringung abgeschlagen auf dem letzten Platz. Nur Serbien, Großbritannien und Deutschland kommen auf ähnlich wenige Glasfaser-Anschlüsse.

Kupfer und Mobilfunk

Während der Mobilfunk-Netzausbau sowie die Optimierung bestehender Kupfernetze in den vergangenen Jahren vorangetrieben wurde, ging bei Glasfaser erstaunlich wenig weiter. Schon 2018 thematisierte die Rundfunkbehörde RTR den geringen Versorgungsgrad von damals 1,1 Prozent - mit dem Österreich schon damals auf dem letzten Platz landete. In diesen zwei Jahren konnte der ohnehin niedrige Wert offenbar nicht einmal verdoppelt werden, wie die neuen Zahlen des FTTH Council zeigen.

Absolute Spitzenreiter des Rankings sind Island und Weißrussland, die mit über 60 Prozent an Glasfaseranschlüssen - noch dazu direkt in Wohnungen und Häuser (Fibre to the Home) - das Feld anführen. Mehr als 50 Prozent an Glasfaseranschlüssen weisen etwa auch Schweden, Spanien und Lettland auf.

Auch für Österreich besteht Hoffnung. Das geplante 5G-Netz, das auch einen Glasfaser-Anschluss vonMobilfunkstationen notwendig macht, könnte auch die Anbindung von Gebäuden an das Glasfasernetz erleichtern.

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