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Android
07/30/2014

OnePlus One im Test: Mehr Smartphone für weniger Geld

300 Euro für ein High-End-Smartphone: Das klingt eigentlich zu schön, um wahr zu sein. Das chinesische Start-up OnePlus hat sich mit dem One an dieser Idee versucht.

von Michael Leitner

Wer bei Android-Smartphones gute Qualität zum günstigen Preis will, hat in den vergangenen Jahren stets zu Googles Nexus-Modellen gegriffen. Die Auswahl an High-End-Smartphones bis 350 Euro war stets sehr stark begrenzt, doch in den letzten Jahren haben sich vor allem bislang unbekannte Hersteller aus China in diesen Markt gewagt. Das wohl bekannteste Beispiel ist Xiaomi, das als “chinesisches Apple” gefeiert wird und Googles Ex-Android-Chef Hugo Barra als Manager abwerben konnte. Aber auch das zuvor auf DVD-Player spezialisierte Oppo sowie ZTE und Huawei versuchen bereits seit einigen Jahren mit günstigen, aber dennoch gut ausgestatteten Android-Smartphones ihr Glück.

OnePlus One

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Nun kommt mit OnePlus ein weiterer Mitbewerber aus dem Reich der Mitte dazu. Das Start-up wurde von Pete Lau im Dezember 2013 gegründet. Lau war 15 Jahre lang für Oppo als Leiter der Blu-Ray-Sparte tätig, war aber mit den derzeit verfügbaren Smartphones unzufrieden. Mit der Hilfe einiger Investoren gründete Lau kurzerhand OnePlus, das ein High-End-Smartphone zum günstigen Preis anbieten will. Mit geschicktem Marketing baute sich OnePlus eine eifrige Fan-Gemeinde auf, die auch bei den technischen Daten des Smartphones mitreden durfte. Nun ist mit dem One das erste Modell erschienen. Das Smartphone kann bei den technischen Daten mit den großen Flaggschiff-Modellen von Samsung, HTC und LG mithalten, kostet aber mit 300 Euro lediglich die Hälfte. Die futurezone hat das wohl derzeit begehrteste Android-Smartphone getestet.

Stein, Jeans und Holz

Das OnePlus One orientiert sich in vielerlei Hinsicht an Motorola, das bei seinem Top-Modell Moto X auf ungewöhnliche Materialien setzt. Die Rückseite des One in “Sandstone Black” ist leicht aufgeraut, es fühlt sich fast schon wie sehr feines Schleifpapier an. Schon bald soll es auch Wechsel-Cover geben, die auf Jeans-Stoff, Kevlar, Holz oder Bambus setzen. Die Materialien sind eine erfrischende Abwechslung von den schlichten Kunststoff-Gehäusen. Bislang ist lediglich das Holz-Cover verfügbar, der Preis beträgt 39 Euro. So lange müssen sich die Käufer damit und dem herkömmlichen “Sandstone Black” zufrieden geben. Die Optik des Smartphones ist sehr hochwertig, aus der Ferne betrachtet könnte man das Material des Gehäuses tatsächlich für Stein halten.

Die raue Oberfläche verbessert die Haptik nicht wirklich, im Vergleich mit einem ähnlich schweren Smartphone mit glatter Oberfläche rutscht es ebenso schnell aus der Hand. Doch die Oberfläche ist deutlich weniger anfällig für Dreck, Fettschmierer und Staubablagerungen - oder verbirgt diese zumindest deutlich besser. Die Rückseite ist leicht abgerundet, sodass sich das Smartphone angenehm mit einer Hand halten und bedienen lässt. Dadurch wippt das One aber auch zur Seite, wenn es liegend auf dem Tisch bedient wird. Der Power-Button wurde an der rechten Seite etwas höher platziert, sodass dieser (für Rechtshänder) bequem mit dem Daumen zu erreichen ist. Direkt gegenüberliegend auf der linken Seite findet sich die Lautstärke-Wippe, darüber ist der Schacht für microSIM-Karten, der mit einem Tool geöffnet werden kann. Die Tasten sind gut verarbeitet und haben einen angenehm festen Druckpunkt. Sie wirken relativ schmal, sind aber dennoch gut zu ertasten.
Oben rechts wurde der Kopfhöreranschluss platziert. An der Unterseite finden sich die Dual Mono-Lautsprecher sowie der microUSB-Anschluss. Einen microSD-Kartenslot sucht man vergeblich, auch der Akku kann nicht getauscht werden. Der Aufpreis für die 64 Gigabyte-Variante beträgt jedoch lediglich 30 Euro. Die Front des One ist recht unscheinbar, ein Logo oder Aufschriften sind dort nicht zu finden. Ein silberner Rahmen trennt Gehäuse von Display. Rahmen und Display sind jedoch nicht auf gleicher Höhe, das Display steht knapp einen Millimeter aus dem Gehäuse hervor. Leider sammelt sich dort an den Rändern immer wieder Dreck. Ansonsten ist das Design des One sehr gut gelungen, vor allem wenn man bedenkt, dass es sich um das Debüt von OnePlus handelt. Das Feedback der Community hat dem One gut getan. So wurden zum Beispiel statt der mittlerweile recht beliebten virtuellen Tasten Soft Keys verbaut, die keinen wertvollen Platz am Bildschirm verschwenden.

Mit seinen Maßen von 152,9 Millimetern in der Länge sowie 75,9 Millimetern in der Breite ist eine einhändige Bedienung zwar möglich, aber sehr mühsam. Gerade wenn man in eine gegenüberliegende Ecke gelangen möchte, muss man den Daumen sehr strecken und geht dabei das Risiko ein, dass das Smartphone womöglich aus der Hand rutscht. Der Schwerpunkt des 162 Gramm schweren Smartphones liegt etwas unterhalb der Mitte, weswegen es beim Halten leicht mit dem Handballen oder einen Finger abgestützt werden muss.

Hardware zum halben Preis

In Anbetracht der Hardware-Ausstattung ist der Preis von 300 Euro ein kleines Wunder. Das derzeit günstigste Modell, das ebenfalls über einen Snapdragon 801 verfügt, ist das Oppo Find 7a um 399 Euro. Damit bekommt man den derzeit schnellsten Prozessor von Qualcomm (vom Snapdragon 805, der immer noch rar ist, einmal abgesehen), dessen vier Kerne mit je 2,5 GHz getaktet sind. Dank der verbauten drei Gigabyte RAM liegt das One bei der Austattung sogar vor S5, G3 und One (M8). In den Benchmarks machte sich der zusätzliche RAM nicht bemerkbar, dennoch ist es ein angenehmer Polster für die Zukunft.

AnTuTu: 37.868 Punkte
Quadrant: 23.584 Punkte
3DMark: 19.148 Punkte
AnTuTu X: 36.940 Punkte

Die Hardware ließ sich, mit Ausnahme der Benchmarks, nur sehr schwer ausreizen. Auch bei intensivem Multitasking stieß man selten an Grenzen. Auf dem One ist CyanogenMod 11S installiert, eine eigene Version der beliebten Custom-ROM. Das Smartphone ist neben dem Oppo N1 eines der ersten offiziellen CyanogenMod-Smartphones und soll regelmäßig Software-Updates erhalten. Bereits zum Start wurde das erste Update verteilt, das einige kleine Probleme mit Bluetooth und der Videoaufnahme behebt. OnePlus garantiert zumindest zwei Jahre Software-Support, ähnlich wie auch HTC bei seinen Flaggschiff-Modellen.

OnePlus One Interface

OnePlus One Interface

OnePlus One Interface

OnePlus One Interface

OnePlus One Interface

OnePlus One Interface

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Der von CyanogenMod verwendete Trebuchet-Launcher verrichtet seine Arbeit gut und ohne sichtbare Ruckler oder übertriebene Effekte. Zudem hat der Benutzer deutlich mehr Freiheiten in den Einstellungen und der Gestaltung der Oberfläche. Über einen eigenen Store können Designs kostenfrei oder um ein bis drei Euro heruntergeladen werden. Das Standard-Design Hexo ist OnePlus-exklusiv und ist bis auf einige kleine Details recht nah am Aussehen von Stock-Android. Lediglich der Lockscreen weist ein paar feine Unterschiede zum Original auf. So ist ein Musikplayer-Widget integriert, bei dem das Cover des aktuellen Titels angezeigt und dieser übersprungen oder pausiert werden kann. Auf der unteren Bildschirmhälfte wird die aktuelle Wiedergabe visualisiert. Läuft gerade keine Musik, ist dort die Uhrzeit, Benachrichtigungen, Akkuladung sowie das aktuelle Wetter zu sehen.

Der bekannte DSP-Manager, mit dem CyanogenMod-Nutzer einen mächtigen Equalizer zur Verfügung gestellt bekommen, fehlt in der Version 11S. Stattdessen kommt die App AudioFX zum Einsatz, die ähnliche Funktionen bietet, optisch aber deutlich besser gelungen ist. Hier lassen sich voreingestellte Equalizer-Profile auswählen, eigene Profile erstellen sowie der Halleffekt, Bassverstärkung und Surround-Sound bei Kopfhörern modifiziert werden. Auf dem System sind keinerlei Apps von Dritt-Herstellern installiert, dafür wartet aber auf Benutzer, die CyanogenMod bereits kennen, eine große Überraschung.

Der wohl mit Abstand größte Unterschied zur herkömmlichen CyanogenMod-Version sind die vorinstallierten Google-Apps. Diese mussten bislang stets nachinstalliert werden. Wer auf CyanogenMod verzichten möchte und lieber Stock-Android oder eine andere Custom-ROM installieren will, darf das ohne Sorgen tun. Laut OnePlus sei das Entsperren des Bootloaders, Rooten sowie Installieren einer alternativen ROM ohne Garantieverlust möglich. Lediglich bei Hacks, die Modifikationen an der CPU vornehmen, könne man keine Garantie übernehmen.

4K-Aufnahme im Kino-Format

OnePlus verbaut im One den neuen Sony Exmor IMX214 Sensor, der mit 13 Megapixeln auflöst. Der 1/3,06” große Sensor wurde erst vor wenigen Monaten von Sony vorgestellt und soll vor allem mit 4K-Aufnahme und einer hohen Lichtstärke (f/2.0) punkten. Im Test lieferte die Kamera überzeugende Ergebnisse ab. Der Autofokus ist flott, es gab keine spürbare Auslöseverzogerung. Vor allem bei Tageslicht waren die Ergebnisse hervorragend und wiesen kaum sichtbares Rauschen auf. Dank der hohen Auflösung von 13 Megapixeln sind auch feine Details bei Panoramaaufnahmen gut erkennbar. Auch bei schwachen Lichtverhältnissen waren die Ergebnisse überraschend gut, das Bildrauschen hielt sich in Grenzen.

CyanogenMod versucht einen etwas reduzierten Ansatz bei der Kamera-App für Version 11S. Das sieht zwar deutlich besser aus, die Bedienung wird jedoch kaum verbessert. So gibt es weiterhin die Quick Settings über mehrere Ebenen, in denen jedoch nur Helligkeit, Weißabgleich, Szene, Timer sowie Standortdaten modifiziert werden können. Wichtige Einstellungen, wie zum Beispiel Belichtungszeit oder ISO-Wert stehen nirgends zur Auswahl. Lediglich das längere Belichten für Nachtaufnahmen ist möglich, hier stehen Werte von einer halben Sekunde bis acht Sekunden zur Auswahl. Die ISO-Werte sind in den normalen Einstellungen versteckt. Im Serienbildmodus können bis zu 20 Aufnahmen hintereinander angefertigt werden.

4K-Videoaufnahme ist sowohl im DCI- (4096 mal 2160 Pixel, 24 fps) sowie UHD-Format (3840 mal 2160 Pixel, 30 fps) möglich. Die Aufnahme im DCI-Format war bislang nicht mit Smartphone-Kameras möglich, die Vorteile sind jedoch begrenzt. Das Kino-Format setzt auf das Bildschirmverhältnis 19:10 statt 16:9, in der Höhe werden jedoch 256 Pixel mehr aufgezeichnet. Die Bildrate reduziert sich dabei jedoch auf 24 Bilder pro Sekunde. Die Videoqualität ist sehr gut, bei der 4K-Aufnahme kam es jedoch zu leichten Rucklern. Diese waren überraschenderweise aber in der Videodatei nicht zu sehen. Auch Slow-Motion-Aufnahmen sind möglich, wahlweise bei 720p mit 120 Bildern pro Sekunde oder in 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde.

Eingefärbt

Das One wurde mit einem 5,5 Zoll großen LC-Display ausgestattet, das von Gorilla Glass 3 vor Kratzern geschützt wird. Statt dem Pixelwahn zu verfallen, setzt OnePlus weiterhin auf FullHD-Auflösung. Die Pixeldichte von 400 ppi ist mehr als ausreichend, der Unterschied zu einem 1440p-Display, wie jenem des G3, ist minimal. Wer hier den Unterschied erkennt, hat entweder eine Lupe zur Hand oder versucht mikroskopisch kleine Schrift zu entziffern. Auffällig ist vor allem die hohe Helligkeit des Displays, die sich an hellen Sommertagen im Freien bezahlt macht. Leider fiel dadurch aber auch bei der Darstellung von Weiß ein starker gelber Farbstich auf. Dieser soll laut OnePlus jedoch nicht auf das Display zurückzuführen sein, sondern eine falsche Kalibrierung der Farbdarstellung. Mit einem Tool in den Einstellungen lässt sich das korrigieren, OnePlus verspricht, das Problem im nächsten Update zu beheben.

Ansonsten ist die Farbdarstellung sehr angenehm, weder überzeichnet noch blass. Der Kontrast schwächelt etwas, schwarze Objekte sehen eher nach Grau aus. Dank IPS weist das Display sehr gute Blickwinkelabhängigkeit auf, lediglich von rechts oder links betrachtet wurde der Bildschirminhalt deutlich rascher dunkel. OnePlus setzt zudem auf die LTPS-Technologie (Low Temperature Poly Silicon), die deutlich weniger Energie verbrauchen soll und dabei auch deutlich weniger Wärme bei maximaler Helligkeit abgibt.

Abgewürgt

Das energiesparende Display und der 3100 mAh großer LiPo-Akku geben Hoffnung auf eine lange Akkulaufzeit, im Test waren die Ergebnisse jedoch eher mager. Vor allem die Google Play Dienste erwiesen sich im Standby-Modus wieder einmal als Akku-Fresser, im nächsten Update für 11S soll der Fehler behoben werden. So hielt der Akku bei starker Nutzung meist lediglich einen Tag durch, einen Energiesparmodus gibt es nicht. Der Benutzer kann jedoch die Hintergrundsynchronisation manuell abdrehen und andere Stromfresser wie GPS und Bluetooth abschalten. Wer sich genügsamer gibt und mit je einer Stunde Telefonie und Internet surfen auskommt, darf bis zu zwei Tage auf den Gang zur Steckdose verzichten. Es bleibt zu hoffen, dass CyanogenMod schon bald ein Update veröffentlichen wird, das das Problem behebt. In den Entwicklerversionen ist bereits ein entsprechender Fix enthalten, das Over the Air-Update lässt jedoch noch auf sich warten.

Die Sprachqualität des One ist sehr gut, auch die Qualität des Mikrofons sorgte für keinerlei Probleme. Wirklich überraschend war die Lautstärke der an der Unterseite verbauten Lautsprecher. Die beiden Mono-Lautsprecher sind neben dem HTC One die bislang lautesten Lautsprecher in Smartphones, auch in lauten Umgebungen kann man so ein YouTube-Video ohne Kopfhörer schauen. Sprache und auch Gesang blieb auch bei der höchsten Lautstärke klar und verständlich, Übersteuern oder “scheppernder” Klang blieb weitestgehend aus.

Wozu mehr ausgeben?

Viele Jahre mussten Smartphone-Nutzer neidisch auf den chinesischen Markt blicken, wenn Xiaomi wieder ein neues Top-Smartphone unter 300 Euro ankündigte. Jetzt ist endlich der Zeitpunkt gekommen, an dem es ein solches Smartphone auch in Europa gibt. Das OnePlus One hat in den vergangenen Monaten einen irrsinnigen Marketing-Hype aufgebaut, kann die Erwartungen nun aber auch erfüllen. Ein besseres Smartphone unter 300 Euro gibt es nicht, das One muss auch den Vergleich mit dem Samsung Galaxy S5, dem HTC One (M8) sowie LGs G3 nicht scheuen. Bei einer derartig langen Liste von Pro-Argumenten (gute Verarbeitung, sehr gute Hardware, gute Kamera, laute Lautsprecher) fällt es leicht, die aktuellen Software-Probleme zu ignorieren. OnePlus muss jedoch sein Versprechen auch halten und die aktuellen Probleme bald beheben.

Alternativen in dieser Preisklasse gibt es hierzulande nicht. Am nähesten dran ist noch das Google Nexus 5, das mit seinem fünf Zoll großen Bildschirm etwas kompakter ausfällt und rund 350 Euro kostet. Das Oppo Find 7 ist ähnlich gut ausgestattet und kostet 399 Euro.

tl;dr: Das One ist das beste Smartphone unter 300 Euro und kann auch mit den etablierten Flaggschiff-Modellen mithalten

Modell:
OnePlus One
Display:
5,5 Zoll LTPS IPS LC-Bildschirm - 1920 x 1080 Pixel (16:9, 400 ppi, geschützt von Gorilla Glass 3)
Prozessor:
2,5 GHz Quadcore (Qualcomm Snapdragon 801)
RAM:
3 Gigabyte
Speicher:
16/64 GB intern, kein microSD-Kartenslot
Betriebssystem:
Android 4.4.2 (CyanogenMod 11S)
Anschlüsse/Extras:
microUSB, Bluetooth 4.1, WLAN (a/b/g/n/ac)
Akku:
3.100 mAh
Kamera:
13 Megapixel (Rückkamera, Dual-LED-Blitz), 5 Megapixel Front
Videos:
Aufnahme in 4K bei 30 fps möglich
Maße:
152,9 x 75,9 x 8,9 mm, 162 Gramm
Preis:
269 Euro (16 GB; 64 GB: 299 Euro)

Wie komme ich an ein OnePlus One?

Das OnePlus One ist derzeit heiß begehrt, leider aber auch ebenso schwer zu bekommen. OnePlus übernimmt den Vertrieb selbst, in Europa werden die Geräte über Großbritannien verschickt, sodass es keine Schwierigkeiten mit dem Zoll gibt. Um ein One überhaupt bestellen zu können, braucht es aber eine Einladung. Diese werden immer wieder über Promo-Aktionen sowie an Nutzer der OnePlus-Foren vergeben. Wer bereits selbst ein OnePlus One gekauft hat, erhält mehrere Einladungen, die an Freunde verschickt werden können. Auf eBay werden diese für rund 40 bis 50 Euro gehandelt. OnePlus will aber in den nächsten Wochen deutlich mehr Einladungen verteilen als bisher, die Wartezeit dürfte sich erheblich verkürzen.

In einem Thread im offiziellen OnePlus-Forum erklärt das Unternehmen, wieso man auf dieses System setzt. Da man noch ein sehr junges Start-up sei, wolle man langsam lernen und zu hohe Produktion auf Lager, die das Unternehmen ruinieren könnte, vermeiden. Auch andere asiatische Unternehmen, beispielsweise das “chinesische AppleXiaomi vertreibt ihre neuen Modelle über sogenannte Flash Sales, bei denen wenige tausend Stück zum Start angeboten werden. Verständlicherweise sind die bereits binnen weniger Minuten oder sogar Sekunden ausverkauft, sodass das Unternehmen in die Schlagzeilen kommt und zumindest einige Fans das Smartphone bereits früh in Händen halten können.