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02.08.2011

ORF-TVthek wird ausgebaut

Die Anzahl der abrufbaren Sendungen wird von 70 auf 100 erweitert und das Live-Stream-Angebot soll von 20 auf 50 Formate wachsen. Darüber hinaus wird die TVthek in Zukunft auch direkt über das IPTV-Angebot über A1, und somit erstmals ohne Computer oder Smartphone, abrufbar sein.

Das On-Demand-Angebot des ORF wird deutlich ausgebaut. So wird die Liste der abrufbaren Sendungen seit 1. August schrittweise von 70 auf 100 erweitert. Außerdem wird das Live-Stream-Angebot von knapp 20 auf mehr als 50 Sendungen erhöht. Zusätzlich wird die TVThek auch im Rahmen einer Kooperation zwischen ORF und A1 in das bestehende A1 TV eingebaut. Die Plattform ist somit erstmals direkt über den Fernseher abrufbar.

Neu abrufbar sind etwa Diskussionsformate wie die "Sommergespräche" oder "contra | der talk", sowie Dokumentionen wie die Reihe „dok.film“. Zu den Sendungen, die in Zukunft auch live abgerufen werden können, zählen die Bundesländerausgaben der Abendnachrichten, oder auch verschiedene Sport-Events wie etwa die Formel 1. Außerdem werden in Zukunft auch Serien wie "Tatort" oder "Soko Donau", sowie aktuelle Filme online abrufbar sein.

Weg vom Windows Media Format
Christian Eder, technischer Leiter bei der ORF-TVthek, erklärt der futurezone, dass in Zukunft auf den Videostandard H264 gesetzt werden soll. "H264 bietet im Gegensatz zum aktuellen Windows Media Format eine höhere Kompatibilität zu den gängigen Browser." Darüber hinaus soll mit der Umstellung auch eine höhere Videoqualität erreicht werden.

"Wir nutzen die H264-Technik jetzt schon bei den Lösungen für Tablets und Smartphones. Im Anschluss wird jetzt schrittweise auch der reguläre Betrieb umgestellt", so Eder. Die Arbeiten befinden sich gerade in der finalen Phase, bis Ende September sollte das Windows Media Format in der TVthek Geschichte sein.

"Ergänzung zum klassischen Fernsehen"
Thomas Prantner, ORF-Direktor für Online und neue Medien, hält fest, dass Zuseher somit bis zu 50 Prozent des ORF-Programms nun zeit- und ortsabhängig über verschiedene Endgeräte nutzen können. Prantner sieht die TVThek als „Ergänzung zum klassischen Fernsehehen und als modernes Public-Value-Service“.

Insgesamt beeinhaltet das Angebot der TVthek über 100 verschiedene Programme. Die Sendungen sind bis zu sieben Tage nach Ausstrahlung verfügbar, manche Sportarten teilweise auch nur 24 Stunden. Laut Angaben des ORF werden aktuell im Durchschnitt rund 8,4 Millionen Videos pro Monat aufgerufen. 2010 lag dieser Wert noch bei 5,2 Millionen. Die bisher am häufigsten abgerufene Einzelsendung war das "Wenn die Musi spielt Open Air" am 24.7.210 mit knapp 200.000 Aurufen.

Laut der österreichischen Webanalyse (ÖWA) nutzen pro Monat rund eine halbe Million Österreicher (481.000) ab 14 Jahren die Online-Plattform.

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