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09/21/2012

Pentax K-5 II: Hässliches DSLR-Entlein

Pentax hat auf der Photokina die Spiegelreflexkamera K-5 II vorgestellt, die es als K-5 IIs auch in einer Version ohne Tiefpassfilter geben wird. Mit Preisen ab 1000 Euro positionieren sich die 16-Megapixel-DSLRs für ambitionierte Amateure. Im Hands-On kann die Ergonomie nicht überzeugen.

Pentax hat auf der Photokina in Köln seine neue digitale Spiegelreflexkamera K-5 II und das Schwestermodell K-5 IIs vorgestellt. Die s-Variante ist technisch ident, hat jedoch keinen Tiefpassfilter. Der Sensor kann dadurch schärfere Bilder aufnehmen, die aber anfällig für Moiré und anderen Aliasing-Effekte sind. Beide Kameras sollen im Oktober erscheinen. Die K-5 II kostet 1000 Euro, die K-5 IIs 1250 Euro und ist damit derzeit die günstigste Möglichkeit, eine aktuelle DSLR ohne Tiefpassfilter zu bekommen.

Die Kameras nutzen einen APS-C-Sensor mit 16,3 Megapixel. Der ISO-Wert ist erweiterbar auf 80 bis 51200. Der Autofokus arbeitet mit elf Messfeldern (neun Kreuzsensoren) und soll wie Canons Vollformat-DSLR 6D auch noch bei wenig Licht (EV -3) scharfstellen können. Serienbilder sind mit bis zu sieben Fotos pro Sekunde möglich.

Das Magnesium-Aluminium Gehäuse ist Spritzwassergeschützt, misst 131 x 97 x 73 mm und wiegt mit Akku 740 Gramm.

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Hands-On
Das hohe Gewicht in Verbindung mit den kompakten Maßen unterstreicht zwar die robuste Bauweise. Die kleinen Maße verringern aber auch die Griffflächen. Die rechte Hand findet keinen guten Halt, auch die rutschfeste Fläche an der linken Seite hilft nicht viel um die Kamera bequem im Anschlag zu halten.

Als DSLR-Fotograf weiß man zwar alles zu schätzen, was mit Tasten und Hebeln funktioniert und nicht über Menüs eingestellt werden muss, aber bei der K-5 II sind einfach zu viele Bedienelemente auf zu wenig Raum. Die Kamera wirkt dadurch verbaut. Im Vergleich zum Vorgängermodell ist die K-5 II eckiger geworden, was im Bereich des Auslösers auffällt. Hübscher hat dies die Kamera auf keinen Fall gemacht.

Die Bedienelemente des ausgestellten Vorserienmodells konnten ebenfalls nicht überzeugen. Alle Hebel waren ungewöhnlich schwergängig. Besonders auffällig ist dies beim Wahlhebel für die Lichtmessung, der unter dem Moduswahlrad ist. Der Wahlhebel ist nicht nur schwergängig, sondern auch noch klein. Das sichert ihn nicht nur gegen unbeabsichtigtes, sondern auch gegen beabsichtigtes Verstellen ab.

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