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Deutschland
06/10/2013

ProSiebenSat1 startet Musik-Streaming-Dienst

Musik aus dem Netz entwickelt sich auch in Deutschland immer mehr zum Trend. ProSiebenSat.1 will nun seinen neuen Musikservice Ampya als zentrale Anlaufstelle für Musikliebhaber etablieren.

ProSiebenSat.1 baut sein Musik-Geschäft weiter aus und hat am Montag die neue Plattform Ampya gestartet. Über die Plattform seien mehr als 20 Millionen Songs, 57 000 Musikvideos und 100.000 Radiostationen verfügbar, teilte die Sendergruppe mit. "Unsere Vision ist es, Musikfans die komplette Bandbreite aus Musik-Streaming, Music Discovery, Musik-Videos, Charts, News und Entertainment zu bieten", sagte Manuel Uhlitzsch, Geschäftsführer der Betreiberin Magic Internet Musik GmbH.

Gegen Spotfiy
"Wir wollen Spotify die Stirn bieten", sagt Uhlitzsch. Mit einem "360-Grad-Service" tritt Ampya gegen etablierte Streaming-Dienste wie Napster, Spotify oder Simfy an. Zwei Jahre hätten rund 60 Software-Ingenieure und über 20 Redakteure an der Entwicklung der Plattform gearbeitet, sagt Uhlitzsch. Napster hatte erst vor knapp einer Woche bekanntgegeben, seine Präsenz in Europa massiv auszubauen.

Redaktion betreut
Ampya will als Komplettangebot für Musikliebhaber alles aus einer Hand bieten. Die Redaktion berichtet tagesaktuell aus der Musikwelt. Der Nutzer erhält auf Basis dessen, was er hört, personalisierte Musikempfehlungen. Als einziger Streaming-Dienst biete Ampya auch Musik-Clips, betonte Uhlitzsch. Eine Verknüpfung mit Sozialen Netzwerken wie Facebook ist ebenfalls möglich. Mit dem Music Player können die Nutzer ihre eigenen Musiklisten anlegen.

Gängige Bezahlmodelle
Neben einem werbefinanzierten kostenlosen Service ist Ampya für ein monatliches Abo für 4,99 Euro ohne Werbung verfügbar. Wer den Dienst auch offline und auf anderen mobilen Geräten hören will, soll dafür 9,99 Euro zahlen. Ob der Dienst auch in Österreich starten wird, ist noch unbekannt.

 

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