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02.07.2012

Schnellere Android-Updates auf Jelly Bean

Google will ab der Version 4.1 des Smartphone-Betriebssystem Android für schnellere Updates sorgen. Damit Patches und neue Versionen von Android zukünftig schneller auf die Handys kommen, erhalten die Hersteller bereits zwei bis drei Monate vor der offiziellen Ankündigung ein Entwickler Kit.

Eine häufig kritisierte Schwäche von Android ist die Fragmentierung. Obwohl Google bereits eine neue Version des aktuellen Smartphone-Betriebssystems veröffentlicht hat, werfen Hersteller ihre Geräte immer noch mit alten Versionen auf den Markt. Das Problem betrifft nicht nur kleine Hersteller: Sony veröffentlichte etwa erst im Juni drei neue Smartphones mit Android 2.3, obwohl Google Android 4.0 schon Anfang Dezember 2011 erschienen ist. Offizielle Updates für die Smartphones erscheinen, falls überhaupt, oft erst ein halbes Jahr nach dem Release der neuen Version.

Damit dies zukünftig nicht mehr vorkommt und Updates schneller angeboten werden, wird Google ab Android 4.1 Jelly Bean eine neue Taktik anwenden. Die Hersteller von Smartphones und Tablets sollen die Platform Development Kits schon zwei bis drei Monate vor der offiziellen Ankündigung einer neuen Android-Version erhalten. Google hat bestätigt, dass mehrere Hersteller bereits vor Monaten die Entwickler Kits für Android 4.1 bekommen haben. Welche Unternehmen das sind, verrät Google nicht. Neben Googles eigenem Nexus 7 hat derzeit noch kein Hersteller Smartphones oder Tablets mit Android 4.1 offiziell angekündigt.

Wie langwierig der Update-Prozess ist, zeigt eine offizielle Studie von Google. Anfang Juni nutzten noch 65 Prozent aller Android-Geräte die Version 2.3, nur etwa sieben Prozent setzen auf Android 4.0.

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