© Segway

Produkte
01/03/2020

Segways neuester Prototyp ist ein 40 km/h schneller Sessel

Der Segway S-Pod ist nicht als Rollstuhl-Ersatz gedacht, sondern soll eine Alternative zu E-Rollern darstellen.

Segway experimentiert weiter mit elektrischen Fortbewegungsmitteln. Der neueste Prototyp ist ein fahrender Sessel, der auf zwei Rädern balanciert. Er soll eine bequeme Alternative zu E-Rollern sein, weil Menschen für längere Fahrten lieber sitzen als zu stehen.

Der S-Pod ist mit 150 Kilogramm nicht gerade ein Leichtgewicht. Die Traglast wird mit 120 Kilogramm angegeben. Die Maximalgeschwindigkeit beträgt 40 km/h. Aus Sicherheitsgründen ist er aber elektronisch auf 12 km/h abgeriegelt. Das ist vermutlich besser so: Als Fußgänger will man nicht von einer 270 Kilogramm schweren Kombination aus Mensch und Maschine mit 40 km/h am Gehsteig niedergemäht werden.

Die Reichweite mit einer vollen Akkuladung beträgt bis zu 70 Kilometer. Im Gegensatz zu Segways klassischen Kreationen muss man nicht selbst das Gewicht verlagern, um den S-Pod zu steuern. Stattdessen wird ein Knauf mit der Hand bedient. Dieser lässt den Stuhl in die entsprechende Richtung lehnen und in der Folge fahren. Dadurch verlagert man beim Bremsen den Schwerpunkt des S-Pods, wodurch es laut Segway nahezu unmöglich sein soll, dass der Sessel umkippt.

Ob der S-Pod jemals in die Serienproduktion geht, ist noch offen. User im Internet sehen den fahrenden Sessel skeptisch. Sie kritisieren, dass Segway dieses Produkt für „faule“ Menschen macht, anstatt es als eine verbesserte Version eines elektrischen Rollstuhls für gehbeeinträchtigte Menschen zu entwickeln. Sie vergleichen den S-Pod mit den Schwebestühlen aus dem Disney-Film Wall-E. Diesen haben Menschen eines Kreuzfahrt-Raumschiffes aus purer Bequemlichkeit benutzt und dadurch das Gehen verlernt.