Web-tv
10/13/2010

Sony veröffentlicht Produktlinie mit Google TV

Vier neue Flat-TVs und ein Blu-Ray-Player sollen Internet und Fernsehen verschmelzen. Dazu gibt es eine dicke Fernbedienung mit Tastatur. Sony ist damit nach Logitech der zweite Hersteller, der auf Google TV setzt.

von David Kotrba

Der japanische Elektronikkonzern Sony hat seine neue Geräte-Reihe mit Google TV vorgestellt. Vier Flachbild-Fernseher und ein Blu-Ray-Player sollen TV und Internet zusammenführen und werden demnächst in den USA verkauft. Google TV wurde bereits im März vorgestellt. Neben Google unterstützen Logitech, Intel und nun auch Sony das Web-TV-Projekt. Dabei handelt es sich um eine Benutzeroberfläche für Fernseher, die auf Googles Android-Betriebssystem läuft. Logitech bietet mit seiner Set-Top-Box //Revue// eine Variante, die Google TV auf jeden Bildschirm bringt. In Sonys neuen Geräten ist Google TV bereits integriert.

Sonys Fernsehermodelle rangieren zwischen 24 und 46 Zoll Größe bzw. 600 und 1.400 US-Dollar (ca. 430 bis 1.000 Euro) Kaufpreis. Das kleinste Modell ist der Sony Bravia NSX-24GT1 mit 24 Zoll um ca. 430 Euro. Der Bravia NSX-32GT1 misst 32 Zoll und kostet ca. 570 Euro. Der Bravia NSX-40GT1 mit 40 Zoll kommt auf 720 Euro. Topmodell ist der Bravia NSX-46GT1 mit 46 Zoll um ca. 1.000 Euro. Der Blu-Ray-Player NSZ/GT1 um ca. 300 Euro enthält ebenfalls Google TV.

Jeder der vier LCD-Fernseher hat vier HDMI- und vier USB-Anschlüsse, sowie 802.11N WLAN. Zu allen fünf neuen Geräten gibt es eine große Fernbedienung mit QWERTY-Keyboard, mit der man via Chrome-Browser am Fernseher im Web surfen kann. Die Fernbedienung kann außerdem zur Steuerung weiterer Geräte programmiert werden.

Verschmelzung von Internet und Fernsehen


Google TV soll Fernsehen und Internet auf einem Gerät verschmelzen. Man kann sich damit TV-Sendungen und Videos aus Video-Plattformen wie etwa Youtube und On-Demand-Services wie etwa Netflix ansehen. Diverse Unternehmen haben sich dem Projekt bereits angeschlossen, darunter Amazon, Time Warner, Pandora, Napster und mehrere US-Fernsehanstalten. Sony integriert zudem den eigenen On-Demand-Service Qriocity in seine Google-TV-Modelle.

Mit dem Web-TV-Service soll man visuelle Inhalte noch leichter finden und steuern. TV-Sendungen lassen sich zum späteren Ansehen markieren und werden aufgezeichnet; während man fernsieht, kann man per Bild-im-Bild im Internet surfen; Video- und Musikdateien von Android-Geräten lassen sich einfach am Fernseher abspielen; Facebook und Twitter sind integriert.

Hauptkonkurrent Apple

Mit Google TV will Google auf den bereits existenten Markt des Web-TV einsteigen. Haupt-Konkurrent ist Apple, das mit seinem Apple TV bereit seit einigen Jahren im Web-TV vertreten ist - mit mäßigem Erfolg. Erst kürzlich wurde dennoch eine neue Version von Apple TV vorgestellt. Über eine Set-Top-Box sollen Programme gestreamt werden. Mieten statt Kaufen heißt die Devise. Neben Apple und Google bieten eine Reihe weiterer Elektronik-Hersteller Fernseher mit Internet-Zugang oder entsprechende Set-Top-Boxen an.

(David Kotrba)