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11.11.2016

Spotify: Unnötige Schreibvorgänge schädigen SSDs

Die Streaming-App Spotify schreibt auf Desktop-Systemen hunderte Gigabyte auf die verfügbaren Speichermedien. Vor allem bei SSDs ist das problematisch.

Die Spotify-Software für Desktop-Systeme verursacht bei vielen Nutzern Probleme. Seit mindestens fünf Monaten häufen sich Berichte, wonach das Programm riesige Datenmengen auf Festplatten oder SSDs schreibt. Bis zu mehrere Terabyte schreibt die App auf die Speichermedien und zwar selbst dann, wenn das Programm nur läuft und gerade keine Lieder abspielt oder offline speichert.

Update unterwegs

Diese unnötigen Schreibzugriffe können die Lebensdauer von Speichermedien und insbesondere SSDs um mehrere Jahre verkürzen, wie arstechnica schreibt. Reporter des Mediums haben versucht, das Problem auf Macs und PCs zu reproduzieren und stellten fest, dass die App pro Stunde im Schnitt fünf bis zehn Gigabyte Daten auf die Speichermedien schrieb. Bei länger als einen Tag eingeschalteten Geräten wurden bis zu 700 Gigabyte geschrieben.

Einige Betroffene, die der Sache nachgegangen sind, vermuten, dass die Schreibvorgänge mit nicht korrekt funktionierenden Datenbank-Dateien zusammenhängen. Spotify kennt das Problem und sagt, dass es mit dem Update auf Version 1.0.42 behoben werde. Die neue Version wird derzeit ausgespielt.