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12.03.2015

Spuren von HTC: Windows Phones von Kazam angetestet

Der neue Smartphone-Hersteller Kazam hat seine Wurzeln bei HTC und setzt nun auf voraussichtlich günstige Windows Phones.

Kazam ist ein relativ junger­ Smartphone-Hersteller, der von zwei ehemaligen HTC-Managern gegründet worden ist. Mit dem Thunder 450W und dem 450WL setzt der Konzern auf zwei Windows Phones mit Mittelklasse-Spezifikationen, die am Mobile World Congress in Barcelona gezeigt wurden. Die beiden Modelle unterscheiden sich in Verarbeitung sowie bei ihren Funktionen. Das 450W ist mit Dual-SIM-Slot ausgestattet, verzichtet jedoch auf LTE-Funktionalität. Die LTE-Version 450WL hat dafür nur einen SIM-Slot. Die futurezone hat die beiden Smartphones ausprobiert.

Ob Absicht oder nicht: Von vorne lässt sich die Nähe von Kazam zu HTC nur schwer leugnen. Das Design der Handys erinnert sehr stark an Android-Modelle des taiwanesischen Konzern. Das 450W kann in Sachen Verarbeitung gleichzeitig jedoch nicht mit aktuellen Spitzenmodellen von HTC mithalten. So dominiert beim Gehäuse eher minderwertig wirkendes Plastik. Etwas besser ist das bei der LTE-Version 450WL. Hier setzt Kazam trotz ähnlichem Design auf Aluminium, was in Sachen Haptik gleich einen großen Unterschied macht. Bei der Größe unterscheiden sich die Phones nicht, auch beim Gewicht sind sie annähernd gleich. Beide Handys wiegen knapp 140 Gramm.

Galerie: Kazam Thunder 450W und 450WL

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Die Displays der beiden Windows Phones haben jeweils eine Diagonale von fünf Zoll bei einer Auflösung von 720p. Die Qualität der Darstellung geht in Ordnung, wenngleich die Anzeige eine Spur heller sein könnte.

Im Inneren sind beide Handys mit einer Quad-Core-CPU mit einer Taktrate von 1,2 GHz und einem Arbeitsspeicher von einem GB ausgestattet. Der interne Flash-Speicher beträgt etwas magere acht GB, kann per Micro-SD-Karte jedoch um bis zu 32 GB erweitert werden. Da Windows Phone 8.1 sehr ressourcenschonend ist, reicht die Hardware aus, um das System ruckelfrei zu bedienen. Ein Update auf Windows 10 soll nachgeliefert werden.

Die Handys sollen im April in Europa auf den Markt kommen, Preise sind noch unbekannt. Der Hersteller will Kunden mit einer dreijährigen Garantie, sowie im Schadensfall einem kostenfreien Displaytausch, locken.

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Disclaimer: Redakteure der futurezone berichteten live vom Mobile World Congress in Barcelona. Die Reisekosten wurden von der futurezone GmbH selbst sowie von Samsung, ZTE und T-Mobile übernommen.