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27.08.2013

Südkorea will fixen Killswitch in Smartphones

Double Security for Online Services © Bild: Getty Images/iStockphoto

Laut einem Bericht des Wall Street Journals arbeitet das südkoreanische Wissenschaftsministerium zusammen mit LG und Samsung an einer serienmäßigen Killswitch-Funktion für Smartphones. So sollen die Geräte für Handydiebe – und damit der Diebstahl – nutzlos werden.

Wie der Technologieblog des Wall Street Journals berichtet, soll sich das südkoreanische Wissenschaftsministerium mit zwei großen südkoreanischen Smartphone-Herstellern in Gesprächen über neue Anti-Diebstahl-Maßnahmen für Smartphones befinden. Es ist davon auszugehen, dass diese Hersteller LG und Samsung sind.

Ein Dienst, der als Killswitch funktioniert, soll es den Herstellern und Netzbetreibern ermöglichen, das Gerät aus der Ferne unbrauchbar zu machen – auch wenn die SIM-Karte getauscht oder die Firmware ersetzt wurde. Das System könnte bereits ab 2013 eingesetzt werden. Kunden müssen sich registrieren, um den Dienst nutzen zu können. Die südkoreanische Regierung will damit die enorm steigende Anzahl an Smartphone-Diebstählen eindämmen. Von 2009 zu 2012 sind die Diebstähle um 457 Prozent gestiegen.

Wird in Südkorea derzeit ein Gerät als gestohlen gemeldet, wird es von allen Providern auf eine Blacklist gesetzt und kann sich damit in kein Netz mehr einwählen. Die Diebe lassen sich davon allerdings kaum abschrecken. Gestohlene Handys werden ins Ausland geschmuggelt oder per Online-Auktionen dort hin verkauft, wo sie nach wie vor funktionieren. Ein in allen Smartphones fix verbauter Killswitch, der auch das Gerät für das Ausland unbrauchbar macht, könnte die Diebe tatsächlich abschrecken – oder dazu veranlassen, verstärkt Modelle von Apple, Nokia und HTC zu stehlen.

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