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19.01.2014

Toshiba Z30 im Test: Business-Ultrabook mit Stil

Mit dem Z30 präsentiert Toshiba ein ansehnliches 13,3 Zoll Business-Ultrabook mit i7 CPU, 16 GB RAM, entspiegelten Display und Trackpoint.

Toshiba will mit seiner neuen Z-Serie beweisen, dass Business-Notebooks nicht hässlich und trotzdem leistungsstark sein können. Der Z30 ist ein Ultrabook mit 13,3 Zoll Display. Die futurezone hat das Spitzenmodell, Z30-A-12U, getestet.

Toshiba Z30 Bilderstrecke

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Design

Das Z30 ist in dunkelgrauem Magnesium gehüllt, das den Look von gebürstetem Aluminium imitiert. Das Gehäuse fühlt sich mehr nach Plastik als Metall an, gibt aber weniger stark nach als die Kunststoff-Gehäuse von früheren Toshiba-Ultrabooks.

Optische Akzente bilden die silber-farbenen Scharniere an der Außenseite, die im geschlossenen Zustand die fast schon zu brave Designlinie des Z30 brechen. Ist das Ultrabook geschlossen, bildet die schwarze Umrandung des Displays eine dunkle Linie zwischen Ober- und Unterseite. Grau dominiert auch im aufgeklappten Zustand. Das Z30 wirkt elegant, ohne aufdringlich oder langweilig zu sein.

Verarbeitung

Bis auf einen leicht sichtbaren Spalt an der Rückseite des Gehäuses zwischen den Display-Scharnieren ist die Verarbeitung ausgezeichnet. Der Winkel des Displays lässt sich ohne zu viel Widerstand einstellen und bietet ausreichend Spielraum nach hinten. Bei Vibrationen wackelt das Display zwar etwas, aber deutlich weniger als bei vergleichbaren Ultrabooks. Bei energisch-getippten E-Mails an den Chef wackelt das Display nicht mit.

Mit 1,2 Kilogramm gehört das Z30 selbst unter den Ultrabooks zu den Leichtgewichten im 13-Zoll-Segment. Dennoch wirkt es robust. Lediglich das Gehäuse links und rechts neben dem Touchpad gibt etwas nach, wenn man darauf drückt. Beim Tippen stört das aber nicht. Ein kleiner Nachteil der robusten Bauweise: Mit 17,9 mm ist das Z30 dicker als Ultrabook-Kollegen wie etwa das Samsung Ativ Book 9 Plus (13,6 mm) oder das Asus Zenbook UX301 (15,5 mm).

Laut Toshiba hält das Z30 TÜV-geprüften Sturzhöhen von bis zu 76 cm stand. Die Tastatur ist zudem Spritzwasser-geschützt. Das heißt aber nicht, dass das Z30 wasserfest ist. Laut Toshibas Definition geben „spritzwassergeschützte Tastaturen Anwendern bei verschütteten Flüssigkeiten bis zu 30 ml bis zu drei Minuten Zeit, um Daten zu speichern und das Gerät ordnungsgemäß herunter zu fahren“ bevor Wasser, Kaffee oder Limonade ins Innere vordringen und Schäden anrichten können.

Geschäftskunden können mit dem Z30 zudem an Toshibas „Doppelgarantie“-Programm teilnehmen. Hat das Gerät im ersten Jahr einen technischen Mangel, „der im Rahmen der Herstellergarantie von Toshiba als solcher anerkannt wird“, wird das Notebook kostenlos repariert und der volle Kaufpreis zurückerstattet.

Display

Der Bildschirm ist die Schwachstelle des Z30. Die Auflösung von 1.366 x 768 Pixel ist nicht angemessen für ein Ultrabook, das einen empfohlenen Verkaufspreis von 1.699 Euro hat. Die Entspiegelung funktioniert sehr gut, selbst die kleinste Helligkeitseinstellung reicht in gut ausgeleuchteten Innenräumen, um problemlos im Web zu surfen oder Texte zu erfassen.

Die maximale Helligkeit hingegen reicht nicht aus, um einen strahlenden Tag angenehm im Freien arbeiten zu können. Zudem ist die Darstellung von Weiß nicht sauber, sondern leicht gelbstichig und Farben sind generell blass und kontrastlos. Für Bildbearbeitung und grafische Anwendungen ist der Z30 deshalb nicht optimal geeignet.

Tastatur und Touchpad

Die Tastatur hat eine Hintergrundbeleuchtung. Die Tasten haben beim Drücken etwas mehr Widerstand als die anderer Ultrabooks, dafür aber einen präzisen Anschlagpunkt, wodurch ein sehr gutes Schreibgefühl entsteht. Die Tastenhöhe und der Abstand zwischen den Tasten sind ebenfalls gut bemessen. Die Tasten sind auch angenehm leise, was beim Mittippen von Interviews und Vorträgen von Vorteil ist.

Das Touchpad ist ausreichend groß und ein guter Kompromiss aus Präzision und Geschwindigkeit, wobei es einen Tick gleitfreudiger sein könnte. Zusätzlich zur gesamten Fläche, die als linker Mausklick gedrückt werden kann, sind an der Unterseite noch zwei weitere Klickflächen für die linke und rechte Maustaste.

Damit das Z30 auch mit Handschuhen oder verschmierten Fingern noch präzise bedient werden kann, gibt es einen Trackpoint zwischen der G-, H- und B-Taste. Dieser ist rau um einen besseren Grip zu bieten und schwergängig genug, damit ein unbeabsichtigtes Steuern während des Tippens kaum möglich ist. Da er nicht geklickt werden kann, gibt es zwei extra Maustasten über dem Touchpad.

Ausstattung

Wie es sich für ein Business-Ultrabook gehört, mangelt es nicht an Anschlüssen. USB 3.0 gibt es drei Mal, dazu kommen ein Kensington Lock, Ethernet-Anschluss, SD-Slot, HDMI, VGA, 3,5 mm Klinke, ein Docking-Anschluss an der Unterseite und ein Smartcard-Slot. Ebenfalls dabei ist ein Fingerabdruckscanner, der unter dem Touchpad positioniert ist.

Was manchen abgehen könnte, ist ein DisplayPort Anschluss. Diesen findet man auf dem optional erhältlichen Toshiba-Dock Hi-Speed Port Replicator III (249 Euro). Der Akku ist nicht wechselbar. Ein Zusatzakku, der den Docking-Anschluss nutzt, ist derzeit nicht erhältlich.

Als Betriebssystem ist Windows 7 Pro vorinstalliert, Windows 8.1 Pro wird als DVD mitgeliefert. Zwar sind 16 Toshiba-eigene Programme installiert, dafür ist mit McAfee, Skype, der Office 365 Testversion und ein Link am Desktop zu eBay (was hat das auf einem Business-Gerät zu suchen?) die Bloatware auf ein erträgliches Maß reduziert.

Leistung

In der Spitzenversion ist das Z30 mit einer Intel i7-4500U CPU mit 1,8 GHz und 16 GB RAM potent ausgestattet. Die SSD mit 256 GB ist gehobener Ultrabook-Standard, aber mittlerweile auch nichts außergewöhnliches mehr.

Unter Volllast erzeugt das Z30 ein deutlich hörbares Lüftergeräusch, das eher hochfrequent, aber gerade noch nicht unangenehm quietschend ist. Es ist so laut, dass man es noch am anderen Ende eines fünf Meter langen Besprechungsraumes hören kann.

Die Temperatur unter Volllast steigt rechts oben, im Bereich der Ein/Aus-Taste, am höchsten an. Die Handballen-Auflage wird nicht unangenehm warm, weshalb der Temperaturanstieg nicht beim Arbeiten stört.

Toshiba verspricht eine Akkulaufzeit von bis zu 12 Stunden, basierend auf den Benchmark-Test Mobile Mark 2012. Unter realistischen Arbeitsbedingungen mit aktiviertem WLAN, E-Mails schreiben, Websurfen, Promotion Videos anschauen und der Situation angepasster Helligkeit, waren es im Test zwischen 8,5 und 10 Stunden.

Die nach vorne gerichteten Stereo-Lautsprecher sorgen für einen für Ultrabook-Verhältnisse überraschend guten und lauten Sound. Die Tonausgabe ist nicht übertrieben laut, wodurch die Qualität auch in der höchsten Lautstärke nicht merklich abnimmt. Auf Bässe muss man zwar verzichten, für das Ansehen von Filmen oder das Präsentieren von Videos sind sie gut geeignet.

Fazit

Das Z30 ist ein gutes und leistungsstarkes Arbeitsgerät, das noch dazu nicht auf Design und Komfort verzichtet. Abschreckend ist das niedrig-auflösende Display und dessen nur mäßige Farbdarstellung. Bei einem 1.700 Euro teuren Gerät kann man sich mehr erwarten.

Technische Daten

Modell:
Toshiba Portégé Z30-A-12U
Maße und Gewicht:
316 x 227 x 17,9 mm; 1,2 kg
CPU:
Intel Core i7-4500U (1,8 GHz bis zu 3,0 GHz Turbo)
GPU:
Intel HD 4400
RAM:
2x 8 GB DDR3L
Bildschirm:
Entspiegeltes 13,3 Zoll Display mit 1.366 x 768 Pixel
Speicher:
256 GB SSD
Akku:
4 Zellen (52 Wh)
Sonstiges:
WLAN ac+a/g/n, Bluetooth 4.0, 3x USB 3.0, 1x HDMI, VGA, Ethernet, SmartCard, Fingerabdruckscanner, SD-Slot, 3,5 mm Klinke
Preis:
1.699 Euro (UVP). Günstigstes Modell Z30-A-12N (i5 4299U, 128 GB SSD, 4 GB RAM) 1.349 Euro.
Link:
Technische Daten auf der Website des Herstellers