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13.03.2011

Twitter will keine alternativen Clients mehr

Der Microblogging-Dienst Twitter will keine weiteren Clients von Drittanbietern mehr und ändert die Nutzungsbedingungen für seine Programmierschnittstelle. Bestehende Dienste, wie etwa Tweetdeck, sind davon nicht betroffen. Sie werden aber genau beobachtet.

In eineman Twitter-Entwickler adressierten Schreiben erteilte Ryan Sarver, der beim Microblogging-Dienst Twitter für Programmierschnittstellen (API, Application Programming Interface) zuständig ist, alternativen Twitter-Clients eine Absage.

Neue Twitter-Anwendungen von Drittanbietern, über die Tweets gesendet oder dargestellt werden können, seien nicht länger erwünscht, schrieb Sarver am Samstag. Dem würden auch die geänderten Nutzungsbedingungen des Twitter-API Rechnung tragen.

"Consistent User Experience"
Twitter wolle künftig verstärkt auf eine "einheitliche Nutzererfahrung" ("Consistent User Experience") achten. Die große Anzahl alternativer Zugänge zu dem Dienst, trage zur Verwirrung der Nutzer bei. Daneben würden von Drittanbietern auch immer wieder gegen Nutzungsbedingungen, insbesondere gegen Richtlinien in Bezug auf die Privatsphäre der Nutzer, verstoßen.

Bestehende Twitter-Clients nicht betroffen
Bestehende Twitter-Clients von Drittanbietern, wie etwa Tweetdeck, sind laut Sarver von der Neuregelung nicht betroffen. Twitter werde jedoch künftig die Einhaltung seiner Vorgaben und Nutzungsbedingungen strenger überwachen, kündigte Sarver an.

Ziel sei es, die Anzahl der alternativen Clients zu verringern. Schon heute würden auf monatlicher Basis 90 Prozent der Twitter-Nutzer über offizielle Twitter-Anwendungen auf den Microblogging-Dienst zugreifen, hieß es in der Mitteilung. Entwickler will Twitter ermutigen Anwendungen für andere Bereiche des Twitter-Ökosystems bereitzustellen, etwa Ranking-Dienste oder Tools zum Customer Relationsship Management (CRM).

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