Windows als Streitobjekt

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Software
08/31/2015

Updates: Windows 7 und Windows 8 spionieren jetzt auch

Aktuelle Updates für die beiden älteren Betriebssysteme liefern Funktionen nach, die bei Windows 10 bereits für Kritik gesorgt haben.

Kurz nach der Veröffentlichung von Windows 10 kam teilweise heftige Kritik über das Datensammelverhalten des Betriebssystems auf. Das System telefoniert demnach regelmäßig nach Hause, auch dann, wenn webbasierte Services wie Cortana ausgeschaltet sind. Nun will Microsoft die Vorgängersysteme Windows 7 und Windows 8 ebenfalls mit fragwürdigen Features ausstatten, wie gHacks entdeckt hat. Demnach werden mit den Updates KB3068708, KB3022345, KB3075249 und KB3080149 zahlreiche Telemetrie-Features integriert, die mit denen vergleichbar sind, die auch schon in Windows 10 vorhanden sind.

Die entsprechenden Daten werden demnach direkt an Microsoft-Server gesendet, wobei die Hosts-Datei übergangen wird. Aus diesem Grund ist es nicht durch einfaches Anpassen des Files möglich, das Datensammeln zu verhindern. gHacks empfiehlt aus diesem Grund, die genannten Updates nicht zu installieren bzw. zu entfernen. Microsoft wollte sich laut einer Anfrage von Forbes nicht zu den Vorwürfen äußern.