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09.01.2013

Valve gibt Details zur Steam Box bekannt

Immer mehr Details zur Spielkonsole des Spieleherstellers dringen an die Öffentlichkeit. Nun hat Valve-Chef Gabe Newell dem Blog The Verge erstmals ein Interview zur Steam Box gegeben, in dem er weitere Funktionen erläutert.

Valve-Gründer und CEO Gabe Newell gab in einem Interview mit The Verge erstmals Details zur geplanten Spielkonsole des Unternehmens, der sogenannten Steam Box, bekannt. Demnach werde der Playstation- und Xbox-Konkurrent, wie bereits zuvor in Gerüchten vermutet wurde, auf Linux basieren und im Gegensatz zu den Mitbewerbern deutlich offener sein. So soll es den Nutzern beispielsweise ohne große Schwierigkeiten möglich sein, ein anderes Betriebssystem, wie zum Beispiel Windows, auf dem Gerät zu installieren.

Beim Bedienkonzept soll es laut Newell neue Ansätze geben, vor allem durch den Einsatz von biometrischen Daten. Von Bewegungssteuerung sei man nach wie vor nicht überzeugt, da Präzision und Verzögerung im Vergleich zu anderen Methoden nicht ausreichen würden. Newell glaubt jedoch, dass die Einbindung von Eye-Tracking in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen werde. Ob diese Konzepte bereits in der Steam Box Anwendung finden werden, konnte er jedoch nicht bestätigen.

Windows 8 ist "unbenutzbar"
Die PC-ähnliche Konsole soll auch als Server fungieren können und so bis zu acht verschiedene Bildschirme und acht Controller verwalten können. Auch der Steam Store soll zahlreiche Verbesserungen erfahren. So sei geplant, dass Nutzer "eigene Stores" erstellen können und so ihre Spiele, Software oder Filme über die Steam-Plattform vertreiben dürfen. Die Idee klingt jedoch viel mehr nach Listen als tatsächlichen Stores wie beispielsweise auf dem Amazon Marketplace, da Newell als Beispiel "Die schlechtesten Spiele auf Steam" oder einen "Team Store" anführt, in denen Nutzer offenbar bereits eingereichte Spiele sammeln können.

Neben der herkömmlichen Konsole, die intern mit dem Codenamen "Bigfoot" bezeichnet wird, soll auch eine mobile Variante unter dem Namen "Littlefoot" in Entwicklung. Auch eine kritische Bemerkung gegenüber Windows 8 konnte sich der ehemalige Microsoft-Entwickler nicht verkneifen. Das neue Betriebssystem sei für ihn "unbenutzbar" und würde lediglich dem PC-Markt schaden.

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