Erdnahe Asteroiden wie Bennu (Foto) und der erst spät entdeckte OK 2019 sind eine ständige Gefahr für unseren Planeten

© APA/AFP/NASA/Goddard/University of Arizo/HO / HO

Science
07/25/2019

100 Meter breiter Asteroid flog knapp an der Erde vorbei

Einmal mehr blieb ein Asteroid bis zuletzt unentdeckt, obwohl er verhältnismäßig knapp an der Erde vorbeizog.

In nur 70.000 Kilometer Entfernung ist ein 100 Meter breiter Asteroid am Donnerstag an der Erde vorbeigeflogen. Der auf den Namen "2019 OK" getaufte Gesteinskörper stellt zwar keine unmittelbare Gefahr für die Erde dar. Dass er allerdings erst vor wenigen Tagen von brasilianischen Astronomen (SONEAR) entdeckt wurde, zeigt einmal mehr die potenzielle Gefahr im Falle eines tatsächlich drohenden Einschlags.

Sehr spät entdeckt

Dass selbst größere Brocken erst so spät und oft sogar eher zufällig von automatisierten Programmen entdeckt werden, machen Vorkehrungen wie Evakuierungsmaßnahmen praktisch unmöglich. Im aktuellen Fall des "2019 OK" wurde die Öffentlichkeit überhaupt erst einige Stunden, bevor der Asteroid an der Erde vorbeiflog, in Kenntnis gesetzt. Mittlerweile existieren einige Programme, die sich auf die Entdeckung und Beobachtung von Asteroiden spezialisiert haben.

OK 2019 war offenbar schon vorher von diversen Teleskopen entdeckt worden - seine Signifikanz und seine Laufbahn blieb aber unentdeckt. Astronomen beschreiben die Umlaufbahn als stark elliptisch. Sie führt ihn vom Asteroiden-Gürtel des Mars sowohl in die Nähe der Erde als auch von Venus. Die diesjährige Annäherung dürfte sich auf längere Zeit nicht mehr wiederholen.

Erinnerungen an Meteor in Russland

Noch näher wird der Erde - soweit bereits bekannt - ein 400 Meter breiter Asteroid namens Apophis kommen, der an der Erde am Freitag, den 13. April 2029, in 30.000 Kilometer Entfernung vorbeifliegt. Einer der spektakuliersten Einschläge der vergangenen Jahre war der Meteor von Tscheljabinsk, der 2013 in die Erdatmosphäre eintrat und weit sichtbar im russischen Ural einschlug. 3700 Gebäude wurden durch die Druckwelle beschädigt, knapp 1500 Menschen wurden verletzt.