Lkw-Blockabfertigung sorgt in Deutschland für Unmut

© APA - Austria Presse Agentur

Science

Abgas-Auffänger sollen Emissionen von Lkw um 90 Prozent reduzieren

Für 30 Prozent der CO2-Emissionen innerhalb der EU ist der Transport verantwortlich. Fast 40 Prozent davon werden von Lkw freigesetzt, wie eine Studie der Europäischen Umweltagentur ergeben hat. Das muss sich ändern. Daher haben Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) ein neues System entwickelt, um CO2 bei Lkws aufzufangen. Damit sollen Emissionen um bis zu 90 Prozent reduziert werden.

Das Kohlenstoffdioxid soll dabei direkt am Auspuffrohr der Vehikel gesammelt und in Flüssigkeit umgewandelt werden. Die wird in einem Tank auf dem Dach des Fahrzeugs gespeichert. Das flüssige CO2 wird in Folge zu einer Tankstelle gebracht, wo es auf diverse Arten wiederverwendet werden kann, unter anderem kann es in konventionellen Treibstoff umgewandelt werden.

Gase trennen

Zuerst werden die aufgefangenen Gase aus dem Auspuff gekühlt. Die speziell dafür entwickelten Materialien können das Kohlenstoffdioxid von anderen Gasen trennen, darunter Sauerstoff oder Stickstoff. Ist das Material vollgesaugt, wird es erhitzt, um daraus das CO2 zu extrahieren. Mithilfe der Hitze aus dem Motor wird der Stoff komprimiert und verflüssigt.

Das System ist den Forschern zufolge eher für größere Fahrzeuge wie Busse oder Lkws geeignet. Der Grund dafür liegt am zwei Meter langen Behälter, in dem die Flüssigkeit aufbewahrt wird. Derzeit handelt es sich bei dem neuen System jedoch lediglich um ein Konzept, ein erster Prototyp muss erst entwickelt und getestet werden, wie engadget berichtet. Den Forschern nach würde es mehrere Jahre dauern, um es zu realisieren.

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