Science
28.04.2014

Anton Zeilinger in US-Akademie der Wissenschaften gewählt

Der österreichische Quantenphysiker, auch als "Mr. Beam" bekannt, wurde in die "National Academy of Sciences" aufgenommen, neben Namen wie Albert Einstein oder Thomas Edison.

Der österreichische Quantenphysiker Anton Zeilinger wurde am Wochenende offiziell in die amerikanische „National Academy of Sciences“ gewählt. Damit ist er erst der fünfte Österreicher, der Mitglied der renommierten Gesellschaft ist. Zeilinger und sein Team erlangten durch ihre Experimente zum Thema der Quantenteleportation weltweite Anerkennung. Zuletzt konnte er neue komplexe Zustände der Quantenverschränkung nachweisen.

Besondere Ehrung

"Es ist eine große Ehre", so Zeilinger im Interview mit dem ORF. "Ich habe jahrelang in den USA geforscht. Dass ich nun in die Akademie gewählt wurde, ist eine Anerkennung meiner amerikanischen Kollegen, und das ist sehr schön." Neben seiner Tätigkeit am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation in Wien ist er seit 2013 auch Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Seit 2013 ist er bereits Mitglied einer weiteren US-Organisation, der AAAS ("American Association for the Advancement of Science"). 2010 wurde Zeilinger in die Französische Akademie der Wissenschaften aufgenommen, 2007 erhielt er zudem die Isaac-Newton-Medaille des britischen „Institute of Physics“.

Lob für US-Forscher

Derzeit zählt die NAS rund 2000 Mitglieder. Mit Konrad Lorenz, Peter Schuster, Walter Thirring und Peter Zoller hat sie seit ihrem Bestehen erst vier weitere Österreicher aufgenommen. Die Arbeit der US-amerikanischen Forscher lobt Zeilinger: "Mich beeindruckt der positive Zugang zur Wissenschaft. 'Das geht nicht' - diesen Satz gibt es nicht. Diese Offenheit ist wunderbar."