Eine Ariane-6-Rakete startet im November 2025 vom Weltraumbahnhof in Französisch-Guyana.
Europas Rakete Ariane 6 soll wiederverwendbar werden
Der Bau der europäischen Trägerrakete Ariane 6 wurde 2014 beschlossen, im Frühjahr 2025 startete sie erstmals für einen kommerziellen Flug ins All. Der jüngste Start einer Ariane-6-Rakete liegt 3 Wochen zurück. Von Französisch-Guyana aus brachte sie 2 neue Galileo-Navigationssatelliten in die Erdumlaufbahn.
Anders als etwa die Falcon-Raketen von SpaceX ist die Ariane 6 jedoch nicht wiederverwendbar – denn vor 10 Jahren schien dies für die ESA den zusätzlichen Entwicklungsaufwand nicht wert zu sein. Wie European Spaceflight kürzlich berichtete, soll sich das in Zukunft ändern.
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Flüssiger statt fester Brennstoff
Airbus und Safran, die Hersteller der Ariane 6, hatten sich schon 2024 den Zuschlag für die Initiative „BEST!“ der Europäischen Raumfahrtagentur ESA geholt. Die Abkürzung steht für „Boosters for European Space Transportation“ und hat zum Ziel, Konzepte für wiederverwendbare Booster-Stufen zu entwickeln.
Derzeit ist die Ariane 6 mit einer Hauptstufe mit Flüssigsauerstoff und Wasserstoff, sowie 2 oder 4 zusätzlichen feststoffbasierten Boostern ausgestattet. Folgt man dem neuen überarbeiteten Konzept für die Rakete, sollen diese Feststoff-Booster durch Flüssig-Brennstoff-Raketen ersetzt werden.
Diese können nach der Nutzung geborgen und wiederaufbereitet werden. MaiaSpace, eine französische Tochterfirma der ArianeGroup, soll sie entwickeln. Der italienische Feststoff-Booster-Hersteller Avio würde dann aus dem Ariane-6-Programm ausscheiden, folgert Ars Technica. Doch erst im November hatten ArianeGroup und Avio ihre Zusammenarbeit für 3 weitere Jahre vertraglich abgesichert, wie es in einer Aussendung heißt.
Große Teile der Ariane 6 nicht wiederverwendbar
Der Hauptteil der Ariane 6 kann allerdings auch nach einer möglichen Umrüstung nicht wiederverwendet werden. Die Kernstufe hat im Gegensatz zu den Kernstufen von SpaceX oder Blue Origin nur einen Motor, d.h. sie kann beim Weg zurück auf die Erde und bei der Landung nicht wirklich gesteuert werden.
Die Verkleidung für die Nutzlast ist ebenfalls nicht wiederverwendbar, wie Ars Technica erklärt. Selbst mit weitreichenden Ergänzungen und Veränderungen könnte die Ariane 6 daher nicht mit den Modellen der Konkurrenz mithalten. Die europäische Raketenindustrie hinke SpaceX, BlueOrigin und Ähnlichen um Jahre hinterher.
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Die ArianeGroup will 2027 rund 10 Exemplare ihrer Rakete herstellen, wie die Presse berichtet. Elon Musk plant dagegen bis zu 1000 neue Starships im Jahr, wie die Berliner Morgenpost ausführt. Ob das realistisch ist, ist eine andere Frage - allerdings gelang es Space X 2025 tatsächlich 165 Mal, die Falcon 9 ins All zu schicken.
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