© EPA / SIPHIWE SIBEKO / POOL

Science
07/20/2020

Corona-Impfstoff zeigt Wirkung in Tests

Der an der Oxford Universität entwickelte Impfstoff AZD1222 regt die Antikörper-Produktion und hat kaum Nebenwirkungen.

Mit AZD1222 gibt es einen aussichtsreichen Kandidaten auf einen Corona-Impfstoff. Dieser wird vom Unternehmen AstraZeneca in Zusammenarbeit mit der Oxford Universität entwickelt.

Heute wurden die Ergebnisse der ersten Tests bekannt gegeben. AZD1222 wurde an gesunden Freiwilligen getestet. Der Impfstoff löste die gewünschte Produktion von Antikörpern aus. Außerdem sei die Reaktion der T-Zellen, eine Gruppe von weißen Blutzellen, ebenfalls positiv.

Die Forscher hoffen, dass das bedeutet, dass sich das Immunsystem der Patienten an den Virus „erinnert“ und so der Schutz des Impfstoffes deshalb länger anhält. Um diese Hoffnung zu bestätigen, sind laut den Forschern weitere Studien und Tests notwendig. Derzeit könne man lediglich sagen, dass der Impfschutz mindestens 2 Monate anhält.

Wenige Nebenwirkungen

Die Testpersonen waren im Alter zwischen 18 und 55 Jahren. Laut den Forschern gab es keine ernsthaften Nebenwirkungen. Es traten demnach lediglich leichtes Fieber, Wärmeempfindlichkeit und Muskelschmerzen öfters als bei Menschen der Kontrollgruppe auf, die den Impfstoff nicht verabreicht bekommen haben.

Im nächsten Schritt wolle man Tests mit 10.000 Personen in Großbritannien, Südafrika und Brasilien machen. In den USA ist ein Test mit 30.000 Teilnehmern geplant. Wenn diese Tests erfolgreich sind, könnte der Impfstoff Ende des Jahres in die Massenproduktion gehen.

Die Forscher gehen derzeit von dem besten Schutz aus, wenn 2 Dosen AZD1222 verabreicht werden, im Abstand von 4 Wochen. AstraZeneca plant weltweit 2 Milliarden Dosen des Impfstoffes herzustellen.

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