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DARPA
12/17/2012

Drahtloses Netzwerk mit 100 Gbit pro Sekunde

Die Forschungsabteilung der US-Streitkräfte entwickelt ein drahtloses Netzwerk, das Daten mit 100 Gigabit pro Sekunde, auf eine Distanz von bis zu 200 km Entfernung, übertragen soll. Gedacht ist die neue Technologie, um Drohnen verlässlich zu steuern und Aufklärungsdaten zu übertragen.

Hinter dem Namen „100 Gb/s RF Backbone (100G)" verbirgt sich die neueste Entwicklung der DARPA, der Forschungsabteilung der US-Streitkräfte. Damit sollen drahtlose Netzwerke aufgebaut werden, die eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 100 Gigabit pro Sekunde ermöglichen.

Die Reichweite zwischen zwei fliegenden Sendern, etwa an Bord von Aufklärungsflugzeugen oder AWACS-Maschinen, soll über 200 km betragen. Zwischen einem Flugzeug und einer Sende- und Empfangseinheit am Boden soll die Reichweite 100 km betragen. Damit dies bei jedem Wetter möglich ist, werden die Daten mit Funkfrequenzen übertragen. Ein optischer Richtfunk, der Daten mit bis zu 2,5 Terabit pro Sekunde übertragen kann, würde nicht durch eine dichte Wolkendecke dringen.

Das 100 Gigabit Netzwerk soll genutzt werden, um die Kommandozentralen an Bord von Flugzeugen mit den Bodentruppen zu verbinden, Aufklärungsdaten auszutauschen und Drohnen zu steuern. Das derzeit genutzte Common Data Link (CDL) schafft bis zu 274 Mbit/s.

Auch wenn die DARPA derzeit von einer rein militärischen Nutzung spricht, könnte die Technologie durchaus für den Zivilmarkt eingesetzt werden. So wäre etwa denkbar, dass Handymasten damit ausgestattet werden um rurale Gebiete mit High-Speed-Internet zu versorgen, ohne, dass Glasfaserleitungen gelegt werden müssen.

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