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So will Google die beste Wettervorhersage aller Zeiten liefern

Forscher von Google haben ein neuartiges Wetter-Vorhersagemodell erschaffen, wie der MIT Technology Review berichtet. Es verbindet die Stärken von bisher verwendeten Wettervorhersagemethoden, die über 100 Jahre Geschichte haben, mit denen von Künstlicher Intelligenz.

Das Tool namens NeuralGCM soll genaue Wettervorhersagen für eine Periode zwischen einem und 15 Tagen machen. Solche Prognosen gibt es bereits jetzt vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (European Centre for Medium-Range Weather Forecasts - ECMWF), allerdings soll das Google-Vorhersagemodell diese Prognosen schneller schaffen und dabei zugleich nur einen Bruchteil der Rechenleistung brauchen, die bislang dafür notwendig war. Ein entsprechendes Paper wurde am Montag im Fachmagazin Nature veröffentlicht

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Bisher extrem teurer Zukunftsprognosen

Das Google-Modell soll auch Klimaereignisse wie Wirbelstürme länger im Vorhinein vorhersagen können. Außerdem soll es sogar Klimaveränderungen zeigen können, die Jahre in der Zukunft liegen. Bisher waren solche Modellierungen sehr teuer, weil sie so rechenintensiv waren. Solche Rechenmodelle können sich deshalb nur Unternehmen wie Rohstoffhändler, Versicherungen und große Landwirtschaftsbetriebe leisten. Sie zahlen hohe Preise, damit sie das Risiko ihrer Geschäfte abschätzen können. Das Google-Modell soll nun Open Source sein und dieses Wissen auch der Allgemeinheit und der Wissenschaft zur Verfügung stellen.

Die neue Google-Wettervorhersage verwendet konventionelle Methoden, mit denen Veränderungen in der Atmosphäre berechnet werden. Die KI füllt die Lücken, wo diese Standardmodelle versagen. Das sind etwa Vorhersagen für einzelne Ort in einem Skala-Bereich von weniger als 25 Kilometer. Etwa bei der Vorhersage zu Wolken oder regionalen Mikro-Klimata. NeuralGCM wird unter anderem mit 40 Jahren an historischen Wetterdaten trainiert, die das ECMWF bereitstellt.

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