Science 21.02.2018

Eine neue Licht-Art könnte Quantencomputer antreiben

Quantenverschränkungen in 100 Dimensionen (Symbolbild) © Bild: Universität Wien

Wenn man es schafft, Photonen in Dreier-Gruppen zu bringen, dann könnte das für Quantencomputer Vorteile schaffen.

Photonen zählen zu den spannendsten, aber gleichzeitig einsamsten Partikeln in der Quanten-Welt. Sie sind immer um uns herum, aber agieren nicht miteinander. Wissenschaftler vom MIT und Harvard haben nun drei Gruppen von drei Photonen dabei beobachtet, wie sie interagieren und zusammenbleiben, um zusammen ein neue, schräge Licht-Art zu kreieren. Das berichtet „engadget“.

Die Untersuchung ist derzeit in einem rein experimentellen Stadium, aber sie könnte andere Wissenschaftler zu ähnlichen Experimenten rund um Photonen und Quantencomputer motivieren. Wenn man bestimmte Elemente zusammengibt, wie etwa Hydrogen oder Oxygen, kann man diese in Paaren oder Dreiergruppen halten. Bei Photonen war es immer so, dass die aneinander vorbei sind, ohne dass sie sich tangiert hatten.

Wie die Gruppierung gelungen ist

Damit die Photonen zusammenblieben, haben die MIT- und Harvard-Forscher einen sehr schwachen Laser-Strahl in einer dichten Wolke projiziert. Das hat die Photonen dazu gebracht, sich in Paaren oder Dreiergruppen zusammenzufinden und an Gewicht zuzulegen. Sie waren bei ihren Bewegungen dabei rund 100.000 Mal langsamer als der Tesla Roadster, der mit der Falcon Heavy ins All flog.

Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass Forscher es geschafft hatten, Photonen zusammenzuhalten. Das neue an der Erfindung ist, dass Photonen zu dritt zusammengebracht wurden.

Die Forschung könnte nicht nur Physiker interessieren, sondern ist auch für neue Arten von Quantencomputer interessant. Die Dreier-Kombinationen an Photonen könnte nämlich in „qubit“-Prozessoren verwendet werden, um Informationen über längere Distanzen zu übertragen. Mehrere Photonen, die zusammenhalten, ermöglichen ein robusteres, mächtiges System.

( futurezone ) Erstellt am 21.02.2018