Science
11.05.2014

Fliegende 3D-Drucker-Drohne soll Atommüll versiegeln

Die Drohnen können mit Chemikalien ihre eigenen Nester bauen und so "rasten", um ihre Batterien aufzuladen. So sollen sie sich vor allem für heikle, lange Einsätze eignen.

Mirko Kovac, ein Forscher des Imperial College London, hat zwei derzeit sehr umstrittene Technologien zusammengeführt: Drohnen und 3D-Druck. Seine Drohnen transportieren zwei Chemikalien, die miteinander vermengt Polyurethan-Schaum erzeugen. Über eine Vorrichtung werden diese aufgetragen und können so beispielsweise Behältnisse aus sicherer Distanz verschließen. Eine zweite, kräftige Hexacopter-Drohne könnte das Behältnis dann sicher abtransportieren.

Ein mögliches Anwendungsgebiet hierfür wäre das Verschließen und Transportieren von radioaktiven Abfällen. Derzeit können die Hexacopter nur maximal 2,5 Kilogramm transportieren, laut Kovac könnte die Konstruktion aber auf bis zu 40 Kilogramm aufgerüstet werden. Der Vorgang wird von der Vogelart der Salanganen inspiriert, die ihr komplettes Nest auf ihrem Speichel aufbauen. Diese Nester sehen teilweise wie ein Wasserglas aus.

Eigene Nester bauen

Kovac zufolge sollen sich die Drohnen dann auch wie Vögel verhalten. „Sie werden ihre Nester am Dach bauen, dabei ihre Batterien mit Solarzellen aufladen und die Umgebung im Blick behalten“, so Kovac gegenüber New Scientist. So soll auch die potenzielle Reichweite der Drohnen vergrößert werden, da sie tatsächlich auf jedem Terrain „rasten“ könnten.