Science
05.06.2013

Gedankensteuerung für Spielzeughelikopter

Forscher der University of Minnesota haben ein System entwickelt, das die präzise Steuerung einer Drohne über Hirnströhme erlaubt.

Der Pilot des Hubschraubers trägt eine Haube, die mit Elektroden bestückt ist. Die gemessenen Hirnwellen werden dann in Steuerbefehle umgesetzt und an das Fluggerät geschickt, wie Nature berichtet. Das Spielzeug kann mit dieser Technik so präzise geflogen werden, dass die Bewältugung eines Hindernisparkours kein Problem darstellt.

Kraft der Gedanken
Um den Helikopter nach rechts oder links zu lenken, muss der Pilot sich lediglich vorstellen, die betreffende Hand zur Faust zu ballen. Die Höhe wird durch gedachte Bewegung beider Hände reguliert. Dadurch ändert sich die Hirntätigkeit im Motorcortex. Das wird mit einem Echtzeit-Elektroenzephalogramm über die angebrachten Elektroden erkannt, von einer Software entschlüsselt und in ein Kommando für den Hubschrauber umgesetzt.

Die Piloten brauchen allerdings sehr viel Zeit, um den Umgang mit der Steuerung zu erlernen. Einige Kandidaten sind überhaupt nicht fähig, ein verwendbares Signal zu produzieren. Die Wissenschaftler hoffen, die Technologie noch weiter verbessern zu können. Dann könnte sie in Zukunft eine Alternative zu riskanten, implantierten Elektroden bei der Steuerung moderner Prothesen werden.

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