© Nokia

Forschung
06/02/2013

Graphen: Bessere Fotos bei schlechtem Licht

Ein von Forschern in Singapur entwickelter Bildsensor aus Graphen soll tausend Mal empfindlicher für Licht sein als herkömmliche Produkte. Zudem braucht ein Prototyp zehn Mal weniger Strom.

Die neue Sensor-Technologie kann Licht vom sichtbaren Spektrum bis zu mittlerem Infrarot mit enormer Empfindlichkeit detektieren, wie gizmag berichtet. Kameras könnten mit entsprechenden Chips auch bei schlechten Lichtverhältnissen sehr gute Bilder aufnehmen. Zudem wären die Graphen-Sensoren bei Massenproduktion bis zu fünf Mal günstiger als heutige Technologien.

Die Forscherder der Nanyang Technological University in Singapur haben bei ihren zweijährigen Arbeit an Prototypen die Produktionstechniken aktueller Bildsensoren berücksichtig. Deshalb könnten die Graphen-Chips auf bestehenden Produktionslinien gefertigt werden.

Partner gesucht
Graphen ist ein in sechseckigen Waben angeordnetes Gitter aus Kohlenstoffatomen, das nur ein Atom Dick ist. Das Material ist ein exzellenter elektrischer Leiter. Die Forscher haben es geschafft, Nanostrukturen auf Graphen zu kreieren, welche die durch das einfallenden Licht freigesetzten Elektronen länger festhalten als bei gängigen Bildsensoren.

Dadurch entsteht ein stärkeres elektrisches Signal, das dann in Fotos umgerechnet werden kann. Darum brauchen die neuen Sensoren weniger Licht, um gute Fotos zu erzeugen. Die Forscher haben bereits ein Patent angemeldet und sind auf der Suche nach Industriepartnern für eine Umsetzung ihrer Entwicklung im großen Maßstab.

Mehr zum Thema

  • Graphen überträgt bis 30 GB Daten pro Sekunde
  • Digitale Nase: MIT enthüllt 100-Dollar-Tricorder
  • Dyson-Wasserhahn spült und trocknet Hände
eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.