Alte Gummihandschuhe können zum CO2-Fänger werden
Neues Material aus Gummi-Müll fängt CO2 aus der Luft
36 Millionen Tonnen Nitrilkautschuk (NBR) werden jährlich verbraucht. Als Nitril-Handschuhe in der Medizin oder als Dichtungsringe wird das Material überall auf der Welt eingesetzt. Das Recycling des Materials ist schwierig, da es sich nicht mehr schmelzen lässt, wenn es einmal geformt und ausgehärtet wurde.
Ein Forschungsteam der schottischen University of St. Andrews hat jetzt eine Methode entwickelt, um das Material zu upcyceln. Dafür nutzen sie einen Ruthenium-Katalysator. Mithilfe des seltenen Metalls können chemische Reaktionen beschleunigt werden. Hinzu kommt Wasserstoff.
Nachhaltige Polyamine-Produktion
So kann NBR bei nur 35 Grad Celsius in Polyamine oder - mit etwas höherer Temperatur - in Polyole umgewandelt werden. Durch die niedrige Temperatur bleibt der Energieaufwand geringer als bei der bisher üblichen Methode, für die mehrere Hundert Grad Hitze benötigt werden. Polyamine enthalten Aminogruppen, die CO2 direkt aus der Luft binden. Diese Technik wird beispielsweise von Carbon-Capture-Technologien verwendet.
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Aus Gummi-Abfällen wie Einweghandschuhen und Dichtungsringen (o-rings) werden Polyamide
© Amit Kumar/University of St Andrews
Die Forscher hoffen, eine nachhaltigere Methode gefunden zu haben, wie mit den großen Mengen an Gummi-Abfall umgegangen werden kann, heißt es in einem Statement. Man könne so Kunststoff-Recycling mit Klimaschutz kombinieren. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin Angewandte Chemie veröffentlicht.
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