Science
05.06.2013

MIT arbeitet an "4D-Druck"

Intelligente Materialien aus dem 3D-Drucker, die sich erst nach der Produktion in die gewünschte Form bringen, werden am MIT als 4D-Drucke bezeichnet. Die Selbstassemblierung der Materialien über eine gewisse Zeit stellt dabei die vierte Dimension dar.

Möbel, die als einfach zu transportierende Pakete gekauft werden und sich dann eigenständig in die gewünschte Form bringen, sind zwar noch Zukunftsmusik, am MIT wird aber an der notwendigen Technologie gearbeitet, wie gizmag berichtet. Dort stellen Forscher mit Hilfe von 3D-Druckern Materialien her, die sich durch gewisse Umweltreize, etwa Temperaturänderungen, Kontakt mit Wasser oder einfach nur Bewegung, in die gewünschte Form bringen.

Fortschritt
Bei einem TED talk hat der Leiter des MIT Self-Assembly-Labors, Skylar Tibbits, den aktuellen Stand der Forschung präsentiert. Dabei zeigt er eine wurstkettenförmiges Produkt, dass sich bei Kontakt mit Wasser in einen MIT-Schriftzug verwandelt. Ein anderes, stabförmiges Objekt verwandelt sich bei Bestrahlung mit einem Laser in einen Würfel.

Um die Technologie in großen Maßstäben umsetzen zu können, ist laut Tibbits aber noch einiges an Forschungsarbeit notwendig.  Materialien, Energiequellen und Design der selbstentfaltenden Objekte müssen genau aufeinander abgestimmt werden. Noch sollten Möbelfreunde ihre IKEA-Zusammenbau-Fertigkeiten also nicht einrosten lassen.

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