Science
21.06.2018

NASA stellt Pläne vor, um Asteroiden-Kollisionen mit der Erde zu vermeiden

© Bild: AP / M. Kornmesser

Erdnahe Objekte sollen künftig besser erkannt werden, heißt es in dem neuen Strategieplan der US-Weltraumbehörde.

Am Mittwoch stellte die Raumfahrtbehörde in Zusammenarbeit mit dem Amt für Wissenschafts- und Technologiepolitik (OSTP) in ihrem Bericht "Nationale Strategie zur Vorbereitung von erdnahen Objekten" eine kühne neue Strategie und fünf Hauptziele für den Schutz der Erde vor potenziell verheerenden Asteroideneinschlägen vor.

Der Plan sieht vor die Erkennung von erdnahen Objekten (NEOs) zu verbessern. Es soll dazu die Fähigkeit zur Vorhersage dessen, wann und wo diese Objekte die Erde beeinflussen, verbessert werden. Dazu sollen neue Technologien entwickelt werden, heißt es in einem Bericht von „Cnet“.

Obwohl die meisten großen NEOs verheerende Folgen haben könnten, wenn sie mit der Erde kollidieren, sind sie viel einfacher für die NASA zu verfolgen als kleinere. Die Agentur ist zuversichtlich, dass sie jeden potenziellen lebensgefährlichen Asteroiden verfolgt und katalogisiert hat, und keiner befindet sich derzeit auf Kollisionskurs mit dem Planeten.

Kleinere Asteroiden sind ein Problem

Aber das heißt nicht, dass es nicht dennoch zu einer Kollision kommen könnte, denn es gibt auch kleinere Asteroiden, dessen Crash mit der Erde verheerende Auswirkungen haben könnte. Als Beispiel führt die NASA dazu das Tunguska-Ereignis an. Dieser Vorfall bezieht sich auf einen Asteroiden, "etwa 40-60 Meter groß", der 1908 über einer russischen Stadt explodierte und über 2.000 Quadratkilometer Wald zerstörte.

"Es gibt über 300.000 Objekte, die größer als 40 Meter sind und eine Aufprallgefahr darstellen könnten. Es wäre sehr schwierig, mehr als ein paar Tage im Voraus zu erkennen“, so die NASA in ihrem Bericht. Deshalb sei es wichtig, die Fähigkeiten zur Erkennung, Verfolgung und Ferncharakterisierung von NEOs weiterzuentwickeln.
Damit wolle man "kritische Verbesserungen" ermöglichen, die ein besseres Verständnis von Asteroiden mit einer Größe von 50 bis 140 Metern ermöglichen und gleichzeitig ihre Fähigkeit zur präziseren Modellierung und Analyse von NEOs verbessern Effekte, die sie haben könnten, wenn sie auf die Erde zuschlagen würden.

Obwohl die NASA große Fortschritte gemacht hat, um diese außerirdischen Objekte in den letzten 40 Jahren genauer zu erkennen, gibt es immer noch viele Dinge, die noch nicht so klar sind.

Raumschiffe zum Abbringen vom Weg

Eine kurzfristigere Strategie der NASA, um derartige Objekte notfalls vom Weg zur Erde abzubringen, ist der Einsatz von zwei Arten von Raumschiffen: "Kinetic Impactors", die absichtlich in ein NEO geflogen werden, um seine Umlaufbahn zu stören, und "Schwerkrafttraktoren", die dazu in der Lage wären, den Weg langsamer zu korrigieren, indem Sie über einen längeren Zeitraum in der Nähe des Objekts fliegen. Darüber hinaus wird die NASA das Potenzial untersuchen, um die Dinge mit einer Atomwaffe in die Luft zu jagen, wie ursprünglich in ihrem Bericht 2010 beschrieben.